Straßen mit Absperrband gesperrt

Sturmschäden im Schwalm-Eder-Kreis: Straßensperrungen, umherfliegende Gegenstände

Schwalm-Eder-Kreis. Zahlreiche Schäden im gesamten Kreisgebiet meldet die Polizei Schwalm-Eder. 

Aktualisiert um 20.05 Uhr - Bäume sind umgefallen, Dachziegel von Dächern heruntergeweht und verschiedene Gegenstände herumgeworfen. Viele Bäume blockieren die Straßen. Insbesondere im Bereich von Waldgebieten sind zahlreiche Strecken gesperrt. Bis Freitagmorgen sollen noch die L3296 zwischen Bad Zwesten und Bad Wildungen/Bergfreiheit, die K65 zwischen Oberurff-Schiffelborn-Bergfreiheit sowie die K74 Wenzigerode-Bezigerode gesperrt sein. 

Unmöglich war es eine Zeitlang, aus Neukirchen Richtung Oberaula zu fahren, die Bundesstraße  war ab Asterode gesperrt, auch die Nebenstrecken sind oder waren dicht.  

Zahlreiche Feuerwehreinsatzkräfte besetzen die Streckenposten und weisen die Autofahrer zur Umkehr an. Aufgrund der vielen Fälle können Straßen teilweise nur noch mit Absperrband gesperrt werden, die Polizei appelliert dringend an alle Verkehrsteilnehmer, auch diese Absperrungen zu befolgen und nicht in gesperrte Bereiche hereinzufahren. Einige Straßen werden vermutlich bis Freitagvormittag gesperrt bleiben.

Keinen Nachmittagsunterricht gab es an sämtlichen Schulen des Landkreises – Landrat Winfried Becker ordnete in der frühen Mittagszeit in Absprache mit dem Schulamt an, dass der Unterricht überall nach der 6. Stunde endete. Wie Kreissprecher Stephan Bürger auf HNA-Anfrage weiter mitteilte, war der Bustransport für alle Schüler gewährleistet. Die Raumpflegerinnen sollten ihren Dienst in den Schulen erst gar nicht antreten, sie sollten zu Hause in Sicherheit bleiben.

Zugleich wurde in der Leitstelle in Homberg zum effektiveren Krisenmanagement der besondere Lagedienst aktiviert, das heißt, dass deutlich mehr Menschen in der Telefonzentrale arbeiteten und die Schadenslage koordinierten.  Offenbar wurde glücklicherweise im ganzen Landkreis niemand verletzt.

Auch nicht eine 32-jährige Frau aus Gilserberg, die mit ihren beiden Kindern in ihrem Wagen von einer 15 Meter hohen Fichte getroffen wurde. Der Unfall passierte bereits gegen 7.45 Uhr auf der Landstraße zwischen Treysa und Gilserberg, Schaden rund 3000 Euro.

In ganz Nordhessen kam es zunächst zu Verzögerungen im ÖPNV und Zugausfällen, am Nachmittag wurde der Nah- und Fernverkehr der Bahn ganz eingestellt.

Die Feuerwehr Niedenstein teilte mit, dass es sieben Einsätze wegen des Sturms gegeben habe: Auf die Straße gefallene Bäume in Langenberg, ein wackeliger Rohbau und ein loses Carportdach in Niedenstein waren nur einige der Einsätze der Feuerwehr. Personen sind nach Erkenntnissen vom Donnerstagabend nicht zu Schaden gekommen.

Die Giebel eines Rohbaus in Niedenstein drohten, durch den Wind einzustürzen.

Hier halten wir Sie über dieaktuellen Entwicklungen des Sturmtiefs auf dem Laufenden.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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