Kindheit auf dem Dorf in den 1930er Jahren war das Thema des jüngsten Erzählcafés

Tage voller Spiel und Pflicht

Als Kinder arm, aber behütet: links Elschen Möller, von rechts Anne Brendli und Luise Dippel, Mitte Heidrun Merk. Foto: privat

Holzburg. Große Resonanz fand das zweite „Erzählcafé mit Geschichten aus alter Zeit“ im Museumscafé des Schwälmer Dorfmuseums Holzburg. Unter der Überschrift „Arm aber warm“ widmete es sich dem Thema Kindheit auf dem Dorf.

Gastgeberin Heidrun Merk hatte die drei Zeitzeuginnen Anne Brendli, Luise Dippel und Elschen Möller aus Holzburg eingeladen, die frisch von der Leber weg von Ihrer Kindheit in den 1930er Jahren in Holzburg erzählten.

So erinnerten sich die Frauen noch an die Führung eines Tanzbären an der Kette durch das Dorf und an einen schwarz angemalten Mann auf Stelzen – eine Reklamefigur für die Schuhcreme Erdal. Natürlich berichteten sie auch viel über die Pflichten im Haushalt und auf dem Feld, etwa Gras für die Ziegen mähen und Heidelbeeren und Bucheckern im Wald sammeln. Ballspiele waren beliebt, ein Holzscheit diente als Puppe, aus Lehm wurden kleine Kunstwerke geformt.

Alle drei schwärmten von einer bescheidenen aber emotional warmen Kindheit, in der sie nicht wirklich etwas vermissten.

Die Gäste dankten es ihnen mit begeistertem Applaus, die Reihe wird fortgesetzt. (aqu)

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