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Tobias Kreuter wurde ins Amt eingeführt und Stefan Pinhard verabschiedet

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Stefan Pinhard und Tobias Kreuter stehen nebeneinander. Sie halten gemeinsam einen goldenen Schlüssel in der Hand.
Der offizielle Amtsantritt ist erst am 1. Dezember, den symbolischen Rathausschlüssel überreichte Noch-Bürgermeister Stefan Pinhard seinem Nachfolger Tobias Kreuter schon jetzt. © Philipp Knoch

Tobias Kreuter legte in der Festhalle Treysa seinen Amtseid ab und ist jetzt neuer Bürgermeister der Stadt Schwalmstadt. Amtsinhaber Stefan Pinhard wurde aus dem Amt verabschiedet.

Treysa – Bei der Bürgermeisterwahl am 12. Juni traten drei unabhängige Kandidaten an. Kreuter wurde mit fast 54 Prozent von den Schwalmstädtern im ersten Wahlgang gewählt.

Der dreifache Familienvater war über 20 Jahre bei der Deutschen Bundesbank tätig. Für die SPD ist er seit 2016 Stadtverordneter – zur Bürgermeisterwahl trat der gebürtige Schwalmstädter als unabhängiger Kandidat an.

„Es ist, wie es ist“, mit den Worten, die zu seiner Amtseinführung in Gedenken an Gerald Näser gesprochen wurden, beendete Stefan Pinhard seine Zeit als Bürgermeister. Er hadere nicht mit dem Wahlausgang. Vielmehr blicke er auf eine gute Zeit als Verwaltungschef der größten Stadt im Schwalm-Eder-Kreis zurück. Bei Tobias Kreuter bedankte er sich für den fairen Wahlkampf und wünschte ihm viel Erfolg und „das nötige Quäntchen Glück“ als Rathauschef.

Stefan Pinhard bedankte sich für Zusammenarbeit

In Pinhards sechs Jahren Amtszeit, genauer 2191 Tage, wie er in der Verabschiedungsrede betonte, habe sich viel bewegt. Dennoch sei in Schwalmstadt noch nicht alles geregelt, „es gibt weiterhin viel zu tun.“ Er bedankte sich bei allen Mitarbeitern der Stadt Schwalmstadt für die gute Zusammenarbeit.

Pinhard schloss seine Amtszeit: „Es war mir eine Ehre, Bürgermeister meiner Heimatstadt Schwalmstadt zu sein“, mit Standing Ovations dankten manche im Festsaal ihrem alten Bürgermeister Pinhard.

Notfallkoffer für den neuen Bürgermeister

Nachdem Kreuter den Amtseid abgelegt hatte, überreichte ihm sein Vorgänger einen Bürgermeisternotfallkoffer, gefüllt mit einem Bilderrahmen für den Schreibtisch, einer Stracke und vielen anderen Utensilien. Zu Beginn seiner Antrittsrede wolle er mit dem beginnen, was ihm am wichtigsten sei, erklärte Kreuter: Seiner Heimat Schwalmstadt. „Ich bin mir dem Guten in der Stadt bewusst, aber möchte auch nicht die Augen vor den Problemen verschließen.“

Bürgermeister Kreuter bittet um Geduld

Große Entscheidungen bräuchten ihre Zeit, er bitte alle um Geduld, wenn nicht sofort Veränderungen erkennbar seien. Die erste Änderung hatte der Neu-Bürgermeister schon mit im Gepäck. Kreuter versprach, die Bürgersprechstunde wieder einzuführen. Entwicklung der Treysarer Altstadt, das Gewerbegebiet A 49 und die Stärkung des Tourismus – Stichwort Konfirmationsstadt – ständen ebenfalls auf seiner Agenda.

Dabei wolle er den Blick auch über den Kirchturm werfen und mit den Nachbargemeinden zusammenarbeiten. „Der Bürgermeister muss nicht auf alle Fragen eine Antwort parat haben. Aber er muss wissen, wo er die Antwort findet.“ Er wolle seine Verwaltung kennenlernen und bedankte sich bei seinem Vorgänger, dass er schon Einblicke in das Rathaus bekommen habe. Der neue Verwaltungschef versprach: „Am Ende werde ich der bleiben, der ich bin, Tobias Kreuter aus Schwalmstadt.“ (Philipp Knoch)

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