Südlink: Parlament spricht sich einstimmig gegen die Alternativplanung aus

Trasse elektrisiert weiter

Hochspannung: An dem Verlauf der vorhandenen Stromleitung orientiert sich eine alternative Planung der Südlink-Trasse. Davon wären die Menschen in den Frielendorfer Ortsteilen Todenhausen, Linsingen, Gebersdorf, Leimsfeld und Obergrenzebach (Foto) betroffen. Foto: Grede

Frielendorf. Die Debatte um die alternative Südlink-Trassenplanung, von der in Frielendorf die Menschen in fünf Ortsteilen betroffen sind, nimmt weiter Fahrt auf. Das Frielendorfer Parlament formuliert seinen Protest gegen die Höchstspannungsleitung jetzt in einer Resolution. Vor ungewöhnlich gut gefüllten Besucherrängen am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Leimsfeld fiel die Entscheidung einstimmig.

Vorhandene Leitung

Der Hintergrund: Nach Protesten gegen die bisherige Trassenplanung werden seit Oktober Alternativplanungen für die Energieautobahn, die Strom von der Nordsee nach Bayern transportieren soll, verfolgt.

Der Alternativvorschlag, der nicht nur die Frielendorfer elektrisiert, orientiert sich am Verlauf einer bereits vorhandenen Hochspannungsleitung.

Fünf Ortsteile betroffen

Diese Trassenführung hätte Auswirkungen für die Menschen in Todenhausen, Linsingen, Leimsfeld, Schönborn und Obergrenzebach. Es heißt, nach Einschätzungen des Stromtrassen-Bauherrn Tennet ergebe sich für diesen Alternativvorschlag eine geringe Eignung.

Dennoch gehen die Frielendorfer Gemeindevertreter davon aus, dass diese Planung als „ernsthaft in Betracht kommende Alternative verfolgt wird“.

100 Meter hohe Masten

Errichtet werden sollen dabei in einem 1000 Meter breiten Trassenkorridor statt der vorhandenen maximal 35 Meter hohen Masten Höchstvolt-Gleichstrommasten mit einer Höhe von 70 bis zu 100 Metern.

Wie Transitautobahn

Die Frielendorfer Gemeindevertreter kritisieren, dass lokaler Energiebedarf mit der geplanten Trasse nicht abgedeckt werden könne. Als Transittrasse sei das Vorhaben mit einer Autobahn ohne Auf- und Abfahrten zu sehen. Zudem sei die Südlinkverbindung als Erdkabelpilotprojekt ausgewiesen, so dass Teilabschnitte unter bestimmten Voraussetzungen in Form eines Erdkabels verlegt werden könnten.

Von Sylke Grede

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