Immer mehr Testzentren in der Schwalm

Treysa: Nasenabstrich hinterm Steuerrad

Drive-in Testzentrum vom Modehaus Heynmöller-Kleidung in Treysa: Anke Diehl (im Auto) hat sich am Eröffnungstag von Andrea Stumpf testen lassen. Im Geschäft einkaufen darf man allerdings derzeit trotzdem nicht.
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Drive-in Testzentrum vom Modehaus Heynmöller-Kleidung in Treysa: Anke Diehl (im Auto) hat sich am Eröffnungstag von Andrea Stumpf testen lassen. Im Geschäft einkaufen darf man allerdings derzeit trotzdem nicht.

Im Altkreis Ziegenhain gibt es derzeit insgesamt elf Corona-Schnelltestzentren, laut der Liste des Schwalm-Eder-Kreises. Darunter befinden sich nun zwei Drive-in Testzentren.

Treysa – Ein zweites Drive-in Testzentrum hat in Schwalmstadt eröffnet. Das Modehaus Heynmöller-Kleidung betreibt es seit Donnerstag auf dem Parkplatz des Geschäfts in der Allensteiner Straße in Treysa. Kurz zuvor war eines im China-Park an den Start gegangen (HNA berichtete).

Heynmöller-Geschäftsführer Jörg Diehl setzt auf die Idee: „Das Testzentrum soll uns die Chance geben, endlich wieder Geschäfte machen zu können.“ Mit dem Testzentrum möchte er einen Schritt in die Richtung gehen, dass Einkaufen mit einem negativen Ergebnis möglich sein kann. „Erst testen, dann shoppen“, das ist Diehls Ziel – augenblicklich dürfen Kunden auch hier nur Bestelltes kontaktlos abholen. Der Geschäftsmann ist der Auffassung, dass ein negatives Testergebnis Zutritt zum gesamten Einzelhandel erlauben sollte.

Das Testzentrum testet mit den POC-Antigen-Schnelltests des Herstellers Safecare. Wie eine Reihe anderer Fabrikate ist er offiziell vom Paul-Ehrlich-Institut und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. Im vorderen Nasenbereich wird ein Abstrich mit einem Stäbchen gemacht, innerhalb von 15 Minuten liegt das Ergebnis vor. Die Schnelltests werden derzeit mit handelsüblichen Wärmflaschen temperiert, damit ein sicheres Ergebnis stets gewährleistet ist, denn die Schnelltests funktionieren nur in bestimmten Temperaturbereichen, unterstreicht Diehl.

Jedermann könne so oft zum kostenlosen Test kommen, wie er möchte, erläutert der Geschäftsführer weiter, „wir haben genügend Schnelltests“.

Die Mitarbeiter des Modehauses haben dazu die amtlich vorgeschriebene Schulung für die Anwendung der Corona-Tests erhalten, diese hat der Treysaer Arzt Dirk Prokesch gegeben. „Da meine Mitarbeiter aufgrund der Pandemie in Kurzarbeit sind, bietet ihnen das Testzentrum endlich wieder mehr Arbeit“, sagt Jörg Diehl. Das sei für ihn ein weiterer Grund gewesen, das Drive-in Testzentrum bei seinem Kleidungsgeschäft zu errichten. Und auch wenn es sich um ein Drive-in handele, können Nutzer auch mit dem Fahrrad, Motorrad oder zu Fuß zu dem Test kommen.

Das Testzentrum hat von Montag bis Samstag geöffnet. (Lea Beckmann)

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