Tegutumzug bleibt Thema

Aldi in Treysa plant Anbau mit Glasfassade

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Die Stirnseite soll sich komplett verändern: Der erst 2012 eingeweihte Aldi-Markt in Treysa wird vergrößert. Eine der Kreiselform folgende, hohe Glasfassade soll entstehen.

Es gibt weiter viel Bewegung in Sachen Lebensmittelhandel in Schwalmstadt: Der Aldi-Markt am Wieragrund-Kreisverkehr soll ein neues Gesicht erhalten.

Durch ein erweitertes Platzangebot soll das Sortiment des Aldi-Marktes moderner und kundenfreundlicher angeordnet werden. Der Vorkassen-Bäcker – neuerdings das Unternehmen Dickel mit Sitz in Homberg/Ohm – wird in den neuen lichtdurchfluteten Vorbau an der Stirnseite integriert.

Das notwendige Okay zum entsprechenden Aufstellungsbeschluss gab das Stadtparlament am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme.

Anbau mit geschwungener Glasfront 

Der Planer vom Büro Rüttger und Herborg (Felsberg, früher Melsungen) hatte seine Entwürfe im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Im Bestand solle ein Vorkopf-Anbau mit einer geschwungenen Glasfront geschaffen werden mit dem Ziel, dass Artikel an breiteren Gängen auf niedrigeren Regalen präsentiert werden können, vor allem mehr Obst und Gemüse.

Rentieren soll sich das nicht durch mehr Umsatz, sondern durch Kundenbindung, effizientere Warenbestückung und geringere Transportkosten.

Der Flächenzuwachs soll 390 Quadratmeter betragen, die Gesamtverkaufsfläche steigt auf 1370 Quadratmeter, wofür eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich ist.

Zustimmung, aber auch Kritik

Zwar war die Zustimmung groß, Bürgermeister Stefan Pinhard sagte vor der Abstimmung, es handele sich um eine „moderate Vergrößerung der Verkaufsfläche im zentralen Versorgungsbereich eines wichtigen Bestandshändlers“. Der Aldimarkt Treysa befindet sich im Sondergebiet Einzelhandel. Ein Gutachten sei noch zu erstellen. Von einer Stärkung der Schwalm-Galerie geht Tobias Kreuter von der SPD-Fraktion aus, die Fläche werde nicht stark vergrößert.

Kritische Anmerkungen hatte es in der Ausschusssitzung gegeben. So fragte Inge Schmidt-Nolte, warum es noch mehr Verkaufsfläche sein müsse. Dr. Jochen Riege (Grüne) sprach davon, dass zeitgleich der Umzug von Tegut in die Innenstadt „verhindert werden soll“.

Zum Thema Tegut kündigte Bürgermeister Pinhard ein Gespräch mit allen Fraktionen noch vor der Sommerpause an, einen Termin gebe es aber noch nicht. Er sei für einen offenen Dialog.

Wie berichtet ist der Gewerbe- und Tourismusverein GuT dagegen, dass in der Schmelzau (früher Autohaus Kohl) ein weiteres Marktgebäude entsteht, in dem Tegut einzieht. Ein Entwickler will danach am Altstandort neben Hagebau einen neuen Discounter ansiedeln.

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