Konzert mit Lyra und Harfe

Erinnerung an 40 Jahre Deutsch-Französische Freundschaft

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Gastspiel in der Hospitalskapelle: Die Sängerin Korydwenn bot mittelalterliche Gesänge.

Die historische Hospitalskapelle bot der Sängerin Korydwenn, Claire Bénard-Stiller, am Samstagabend das perfekte Ambiente für ihre mittelalterlichen Gesänge und ihr Spiel auf Instrumenten wie Lyra oder Harfe.

Der Partnerschaftsverein Loriol-Schwalmstadt hatte die gebürtige Bretonin eingeladen, um die Tradition des deutsch-französischen Abends mit einem Kulturangebot fortzuführen.

Mittelalterliche Musik aus Frankreich

Nach Wein-, Käse- und zahlreichen Musikabenden galt am Samstag die gesamte Aufmerksamkeit der klaren Stimme der Französin, die inzwischen in Nordhessen mit einem Deutschen verheiratet ist. „Sie vereint die deutsch-französische Freundschaft in einer Person“, freute sich die Vorsitzende Astrid Quernheim. Korydwenn sang in Altfranzösisch und Mittelhochdeutsch und erläuterte die musikalischen Unterschiede der süd- und nordfranzösischen Liebeslieder des Mittelalters.

40 Jahre Städtepartnerschaft

In diesem Jahr besteht die Städtepartnerschaft seit 40 Jahren. Das soll mit einigen Besonderheiten gefeiert werden. So erwarten die Vereinsmitglieder über das Himmelfahrtswochenende 40 Franzosen der Partnerstadt. Neben einer Fahrt nach Eisenach soll vor allem eine typisch deutsche Kaffeetafel auf dem Paradeplatz deutsches Brauchtum den Franzosen näher bringen. „Deutsche Torten und Kuchen machen garantiert Eindruck“, ist sich Astrid Quernheim, die seit einem Jahr dem Partnerschaftsverein voransteht, sicher.

Auf den Spuren von Martin Luther

Die Fahrt nach Eisenach führt die Franzosen auf die Spuren von Martin Luther und zugleich wird eine Fahrt über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze an die 30-jährige Wiedervereinigungsgeschichte erinnern.

Noch gebe es Zeitzeugen der ersten partnerschaftlichen Verbindungen, die von ihren Vorstellungen und Erfahrungen der ersten Stunde berichten könnten. Ein Festabend wird an die vergangenen 40 Freundschaftsjahre erinnern.

Europa heute eine Selbstverständlichkeit

Der Partnerschaftsverein zählt 180 Mitglieder, die offen für neue Kontakte sind. „Für die heutige Jugend ist Europa eine Selbstverständlichkeit. Da hat es ein Städtepartnerschaftsverein nicht ganz leicht“, meinten langjährige Vereinsmitglieder, die persönlich keinesfalls die Freundschaft nach Frankreich missen möchten. „Wirkliche Sprachbarrieren gibt es nicht. Es gibt Familien, die kommunizieren schon seit 40 Jahren mit Händen und Füßen miteinander und es funktioniert“, meinte Quernheim. Letztendlich zähle das freundschaftliche Miteinander.

Verein ist eine Herzensangelegenheit

„Mir ist der Verein, auch wenn ich in München lebe, eine Herzensangelegenheit“, gestand die junge Vorsitzende, die noch zahlreiche kulturelle Vorschläge für weitere deutsch-französische Abende von ihren Vereinsmitgliedern abzuarbeiten hat und so zu weiteren Konzertabenden in den nächsten Jahren einladen möchte.

VON REGINA ZIEGLER-DÖRHÖFER

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