Eva Maria Balkenhol gastierte mit Band in Treysa

Liebe zu den Liedern

+
Auf der Bühne ihrer Heimat: Eva Maria Balkenhol (von links) mit ihrer Band Pas de Fromage, Mario Carboni an der Gitarre und Hannes Volkhardt (Kontrabass).

Fulminanter Auftakt der neuen Spielzeit von Kultur vor Ort: Die in Frankenhain aufgewachsene Künstlerin Eva Maria Balkenhol und ihre Band Pas de Fromage gastierten am Samstagabend mit französischen Liedern von der Liebe, dem Leben, Sehnsucht und Schmerz in der Hospitalskapelle.

Pas de Fromage heißt übersetzt kein Käse. Nein, Käse war es wahrlich nicht, was das aus Kassel angereiste Trio hier bot. Begleitet von Hannes Volkhardt (Kontrabass) und Mario Carboni an der Gitarre zeigte die 38-jährige, was aus ihr geworden ist - eine vielseitige Künstlerin, die auf jeder Bühne zu Hause sein kann, es aber sichtlich genoss, im heimatlichen Treysa aufzutreten.

Enorme Bühnenpräsenz und eine Extraportion schauspielerisches Talent

In der „Perle Treysas“, wie sie die Hospitalskapelle nannte. Auf ihre ganz eigene souveräne Art, mit enormer Bühnenpräsenz und einer großen Portion schauspielerischem Talent interpretierte sie Chansons unter anderem von Jasques Brel, Edith Piaf und Leo Marjane. Eine überaus energetische Performance war das, unüberhörbar ihre Liebe zu den französischen Liedern und ihre Lust, diese dem Publikum näher zu bringen. So konnte auch wer nicht des Französischen mächtig war, den Sinn der Chansons verstehen. 

Das Publikum in der Hospitalskapelle war begeistert.

Übersetzungen für das Publikum

Eva Maria Balkenhol sang die Chansons nicht nur, sie spielte sie und wurde nicht müde, die Texte dem aufmerksamen Publikum zu übersetzen. Eva Maria Balkenhol hat eine klassische Tanzausbildung absolviert, gibt mittlerweile selbst Ballettunterricht, hat in Kassel Schauspiel studiert und ist in verschiedenen Projekten mit anderen Künstlern unterwegs.

Täuschend echte Schreie einer Möwe

„Ich mache alles“, sagt sie von sich selbst, und am Samstagabend hatte man den Eindruck, sie kann auch alles. Von Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“, das sie auch auf französisch als Zugabe sang, über Edith Piafs „Je ne regrette rien“ und das mit tiefer, sonorer Stimme gesungene und mit viel Beifall versehene „Ne me quitte pas“ von Jaques Brel – bis hin zu dem wie ein fröhlicher Tag am Strand interpretierte Chansons „La mer“. Damit läutete das Trio, begleitet von Balkenhols täuschend echt interpretiertem Kreischen einer Möwe, die Pause ein: „Zeit, um an die Strandbar zu gehen“. Dort, im Vorraum der Kapelle, sorgte der Verein Kultur vor Ort mit Wein und Brezeln für einen runden Konzertgenuss. Bleibt zu hoffen, dass der „Spatz aus Kassel“, wie Eva Maria Balkenhol liebevoll genannt wird, bald wieder in Schwalmstadt einfliegt, um die Kultur vor Ort zu bereichern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.