Schüler und Lehrer des Schwalmgymnasiums gestalteten Programm

Benefizabend: Gemeinsam im Regen tanzen lernen

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Große Gesten: Mit einem Tanz aus dem Kinofilm „Sister Act“ trugen die Lehrer ihren Teil zum Gelingen des Benefizabends bei. Sophie Käufler war eine von vielen, die für die Krebs-Elterninitiative spendete.

Treysa. „Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen, im Regen zu tanzen“ – unter diesem Motto stand am Freitag ein Benefizabend des Schwalmgymnasiums in der Treysaer Festhalle.

Vor vollem Haus entrollten Schüler und Lehrer ein Bühnenprogramm mit Tanz und viel Musik. Organisiert worden war das Ganze von etwa 20 Schülern aus der Oberstufe. Bereits nach den Sommerferien hatten die Gymnasiasten eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um den Abend zu planen. Voraus gegangen war ein emotionales und tränenreiches Halbjahr: „Wir mussten eine an Krebs erkrankte Mitschülerin und Freundin gehen lassen“, erzählten Emre Gün und Greta Saiz aus der Arbeitsgruppe. Damals habe man von der wichtigen Arbeit der Elterninitiative in Marburg gehört: Der Verein unterstützt leukämie- und tumorkranke Kinder und ihre Eltern. Nach der Privatisierung der Kliniken Marburg und Gießen ist der Verein dringend auf Spenden angewiesen.

Volles Haus: Das vielfältige Programm zum Benefizabend des Schwalmgymnasiums begeisterte die Zuschauer.

Bereits im Laufe des Schuljahres organisierten die Schüler Projekte, verkauften immer wieder Leckereien und Punsch für den guten Zweck. Karl Kreh von der Elterninitiative war am Freitag vom Engagement mehr als überwältigt: „Solche Aktionen - vor allem von einer so kleinen Gruppe von jungen Leuten organisiert - sind selten und außergewöhnlich.“

„Wir sind der Meinung, die Gesellschaft sollte sich vor Krankheiten wie Krebs nicht verschließen, sondern sich diesen durch Hilfeleistungen entgegenstellen, um Angst zu nehmen und Hoffnung zu schenken“, erklärten die Organisatoren. Moderiert wurde der Abend von Franziska Knauff und Sandra Diehl, die flott und frech durch das Programm lenkten. Zu sehen gab es unter anderem pfiffige Choreografien passend zum Thema, eine Vorführung - ohne Knall, aber dafür mit Leuchteffekt - der Chemie, Fantasievolles vom Kostümtheater Ko-Mode. Die Lehrer schlüpften in die Rollen der Nonnen aus „Sister Act“. Zudem traten Schüler- und Lehrerchor auf, der Musik Leistungskurs zeigte sein Können. Der Chor Nucando unterstützte ebenfalls die Benefizaktion. Im hinteren Teil der Halle lief unterdessen eine Bilderauktion: 30 Bilder - zum größten Teil von Schülern gefertigt - standen zum Kauf. Astrid Schlemmer aus Obergrenzebach, die selbst an Krebs erkrankt war, steuerte ebenfalls Kunstwerke bei.

Auch Postkarten konnten die Besucher für den guten Zweck erwerben. Der Abend in der mit Schirmen und Regentropfen dekorierten Halle endete mit einem gemeinsamen Lied und der eindringlichen Botschaft der Schüler, andere nicht im Regen stehen zu lassen.

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