Stadtmanager Dupont will weiterhin für Rückenwind für die Veranstaltungen sorgen

Die Händler kamen nicht gut an

Lange Stände: So zeigte sich der italienische Markt in Treysa vorige Woche, bei Sebastiano di Marzo (rechts) zum Beispiel gab es scharfe Antipasti. Archivfotos: Rose

Treysa. Es sollte ein besonderer Genuss für die Besucher der Oberstadt in Treysa werden, einen Spot auf den freitäglichen Wochenmarkt dort werfen und zum Nachtshopping überleiten, der italienische Spezialitätenmarkt „Buongiorno Italia“. Statt dessen wurden Stimmen laut über Kunden, die sich geneppt fühlten oder sich über aufdringliche Verkäufer ärgerten, Leserbriefe dazu erreichten die Redaktion (siehe auch diese Seite).

Auch Stadtmanager Alexander Göbel ist Kritik zu Ohren gekommen, berichtet er auf Nachfrage der HNA. Er hatte die Marktbeschickertruppe mit 16 Verkaufsständen verpflichtet. Gekostet hat das die Stadt zumindest nichts, versicherte er. Im Gegenteil, die italienischen Händler haben die ausgehandelten Standgebühren bezahlt.

Selbstverständlich sei es nicht Ordnung, wenn Kunden genötigt oder übervorteilt worden sein sollten, unterstrich Dupont.

Kein Echo

Das bestätigt sich für andere Einsätze des Buongiorno-Italia-Marktes auch nicht. Im Internet fanden wir gestern jedenfalls keine Kritik oder Hinweise auf Ungesetzliches. Das Tourismusmarketing der Stadt Zwickau berichtet, dass die Händlergruppe erst seit Kurzem auch über Süddeutschland hinaus in die Mitte und den Osten Deutschlands kommt. In Melsungen war „Buongiorno Italia“ im September 2014. Dort hat man auch keine allzu guten Erinnerungen daran. „Das Angebot war sehr überschaubar, viele Stände hatten exakt die gleichen Waren, wer gehofft hatte, dort lecker zu Mittag essen zu können, wurde enttäuscht“, erinnert sich HNA-Redakteurin Claudia Brandau.

Mit den Besucherzahlen jedenfalls konnten die angereisten Italiener in Treysa ebensowenig zufrieden sein, wie Dupont. Der sagt, dass er „sich mehr Frequenz“ erhofft habe, geschuldet sei das sicherlich auch der Hitze. Und vier Tage seien vielleicht auch zu lang, „wenn, dann kürzer“.

Regionaltypisches

Den Wind möchte sich Dupont trotzdem nicht aus den Segeln nehmen lassen. Weiterhin will er die eingebürgerten Veranstaltungen in Schwalmstadt mit Neuem kombinieren, Vereine und Schulen einbinden – und auch die Gastronomie. Ein nächstes Mal werde es vielleicht eher etwas mit regionaltypischem Angebot. Foto:  Archiv

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