Gesundheits-Vorsorge

Zahlreiche Besucher kamen zum Infotag zu Schlaganfall und Diabetes

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Diabetes – eine heimtückische Krankheit: Darauf wies am Infotag zu Schlaganfall und Diabetes unter anderem das Diabetesteam der Asklepios-Klinik hin. Christa Menn nutzte die Gelegenheit zur Blutzuckermessung bei Doris Schwalm.

Treysa. Beim Diabetes- und Schlaganfall-Info-Tag der Hephata-Klinik informierten Betroffene und der Chefarzt über das richtige Verhalten im Ernstfall.

„Time is brain“, lautet ein Slogan, den Dr. Bernd Schade, Chefarzt der Hephata-Klinik am Diabetes- und Schlaganfall-Info-Tag der Hephata-Klinik am Samstag betonte. Nur 40 Prozent aller Schlaganfallbetroffenen erreichten innerhalb der ersten vier Stunden eine Klinik, dabei seien gerade die ersten vier Stunden für den Behandlungsverlauf entscheidend.

„Warten, bis die Hausarzt-Praxis öffnet, kann fatale Folgen haben. Bei Symptomen sofort die 112 wählen“, erklärte Schade, der in seiner Schlaganfall-Abteilung bis zu 15 Schlaganfallpatienten betreuen kann. 

„Betroffene können rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr zu uns kommen“, versicherte Schade, der zunächst auf eine medikamentöse Auflösung des Gefäßverschlusses setzt und stets Kontakte zu umliegenden Kliniken pflegt, um andere Vorerkrankungen zu berücksichtigen.

Betroffene: Heinz Viebrantz (links) und Horst W. Gömpel (rechts) berichteten vom erlebten Schlaganfall. Beide wurden in der Hephata-Klinik bei Chefarzt Dr. Bernd Schade (Mitte)) behandelt.

Die engmaschige Überwachung in der Akutphase sei unerlässlich. Heinz Viebrantz und Horst W. Gömpel erlitten Anfang des Jahres einen Schlaganfall und berichteten vom Erlebten. 

„Dass es den beiden Herren heute wieder so gut geht, haben sie wohl ihren Ehefrauen zu verdanken, die vorbildlich reagiert und sofort fachliche Hilfe verständigt hätten“, lobte Schade. Die beiden Betroffenen verspürten Lähmungserscheinungen, einer konnte plötzlich weder gehen noch sprechen.

Menschen mit Diabetes sind besonders gefährdet

„Mir selbst war sofort klar, dass es ein Schlaganfall ist“, erinnerte sich Horst W. Gömpel. „Ich aber konnte gar nicht mehr denken, mir ging es viel zu schlecht“, beschrieb Heinz Viebrantz sein Erlebtes, das durchaus lebensbedrohlich gewesen wäre.

„Leider gehen die Schicksalsschläge nicht immer so gut aus. Doch das frühe Eingreifen half sicher bei der Genesung“, so Schade. Der hofft, dass mit dem Infotag das schnelle Handeln mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rückt. „Hier darf man in der Aufklärung nicht nachlassen“, so Schade, dem es wichtig ist, dass auch bei jungen Menschen mit Symptomen stets ein Schlaganfall in Betracht gezogen werden sollte.

Menschen mit Diabetes hätten zudem ein höheres Schlaganfall-Risiko und so beriet die Diabetiker-Stiftung Hessen und im Infobus „Herzenssache Lebenszeit“ von Boehringer Ingelheim gab es Tipps für Risikogruppen. Ein Team der Asklepios-Klinik bot Blutzuckermessungen an und beim Angebot des Gefäßultrasschalls der Halsschlagader standen die Interessierten Schlange.

„Diabetes ist heimtückisch. Man sieht ihn nicht, fühlt sich oft nicht schlecht. Die Spätfolgen können verheerend sein“, warnte auch Fachkrankenschwester Julia Fenner.

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