Er legte den Grundstein

Nachruf: Diakon Hermann Schwedhelm prägte Hephata-Berufshilfe

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Hermann Schwedhelm ist gestorben.

Treysa. Der Diakon Hermann Schwedhelm ist tot, er wurde 79 Jahre alt.

Hermann Schwedhelms Leben ist eng mit Hephata verbunden, sein letzter Ausflug mit Sohn Erik galt dem Besuch der Hephata-Festtage, so ein Nachruf der Hephata Diakonie. Da saß er schon im Rollstuhl und konnte nur noch schwer sprechen. Nicht mal zwei Wochen danach starb er im Hospiz in Gilserberg, wo er auf eigenen Wunsch seine letzten Lebensmonate verbrachte.

Schwedhelm trat 1959 als Anwalts- und Notargehilfe in das Hessische Brüderhaus, dem Vorgänger der Diakonischen Gemeinschaft Hephata, ein. Während der Ausbildung arbeitete er in Kirchengemeinden als Jugenddiakon, im Johannes-Falk-Haus und auf dem Bio-Hofgut Richerode. 1963 wurde er in das Amt des Diakons eingesegnet und arbeitete als Kreisjugenddiakon in Rotenburg/Fulda. In dasselbe Jahr fällt auch die Hochzeit mit Marlis Schwedhelm. 1966 begann Schwedhelm als Bildungsreferent der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel.

1970 kehrte er zurück nach Hephata, in seinen ursprünglichen Beruf als Anwalts- und Notargehilfe im Vorstands- und Post-Sekretariat. Nachdem er 1973 das Sozialpädagogik-Studium in Darmstadt absolviert hatte, baute er ab 1974 den Bereich der beruflichen Bildung der Jugendhilfe Hephatas auf. Als Hausleiter des Hans-Sachs-Hauses und Leiter des „Förderlehrgangs“ betreute er zwölf Jugendliche nach Beendigung der Schulzeit für ein Jahr weiter, in dem diese eine einjährige berufliche Grundausbildung durchliefen. Damit legte er den Grundstein der Berufshilfe Hephatas, der Leiter er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 blieb. Nachfolger wurde sein Sohn Helmut. Sein Sohn Erik ist seit 34 Jahren bei Hephata tätig, seit 1998 in der Jugendhilfe.

Hermann Schwedhelm engagierte sich in der Lokalpolitik, unter anderem als Ortsvorsteher von Treysa.

Trauerfeier am Freitag, 19. Oktober, 13 Uhr, Hephata-Kirche, danach Urnenbeisetzung auf dem Hephata-Friedhof.

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