Folienspezialist in Treysa

Horn und Bauer geht es um junge Fachkräfte und Energiegewinnung

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Vereinigung der Wirtschaft im Treysaer Werk: Auch junge Menschen, vorn im Bild Hannah Gringel, haben Interesse am Folienspezialisten, ganz rechts Geschäftsführer Reinhard Bauer, neben ihm sein Sohn Björn Bauer.

Schwalmstadt. Seit 1949 ist Horn und Bauer in Schwalmstadt beheimatet. Das Unternehmen will vor allem auch junge Mitarbeiter an sich binden.

Der Fachkräftemangel und Rezepte dagegen war der wohl wichtigste Gesprächspunkt beim Besuch der Vereinigung der Wirtschaft des Schwalm-Eder Kreises bei Horn und Bauer in Treysa. 350 Mitarbeiter beschäftigt der Mittelständler an drei Standorten.

Geschäftsführer Reinhard Bauer erklärte der Gruppe bei der Besichtigungstour in Treysa die Unternehmensphilosophie: „Mit zehn Prozent haben wir eine sehr hohe Ausbildungsquote. Uns liegt es daran, jungen Menschen eine berufliche Zukunft zu geben und sie auch zu halten. Das schaffen wir durch Qualifikation unserer Mitarbeiter.“

Gegründet bereits 1924 in Dresden, ist Horn und Bauer heute ein führender Spezialist für die Herstellung und Veredlung von Kunststofffolien für funktionelle Schutz- und Verpackungslösungen. 

Folien kommen in Autoindustrie zum Einsatz

Das Familienunternehmen fertigt intelligente, technisch ausgerüstete Schutzfolien, die beispielsweise vor Korrosion und statischer Aufladung schützen, Lebensmittelverpackungen mit besonderen Barriereeigenschaften, die das Lebensmittel vor äußeren Einflüssen bewahren und dabei das eigene Aroma erhalten und Transportverpackungen, die den Transport von Gütern erleichtern.

Das Unternehmen ist seit 1949 in Schwalmstadt beheimatet und seit 1958 am jetzigen Standort. Der Betrieb ist auf Wachstumskurs – der Umsatz von damals 2,5 Millionen D-Mark hat sich heute aktuell auf 65 Millionen Euro vermehrt.

Die Spezialfolien kommen zum großen Teil in der Automobilindustrie zum Einsatz, beispielsweise als Schutz- und Lackierfolien in KFZ-Werkstätten und Lackierereien. Und sogar beim Airbus A380 sind die Folien aus Schwalmstadt zu finden. Sie werden bei der Lackierung des Flugzeugs gebraucht.

Produktion hat Energiebedarf einer Stadt

Für die Herstellung werden pro Jahr etwa 20 000 Tonnen Granulate verarbeitet. Die Produktion läuft an 364 Tagen im Jahr. Für Geschäftsführer Reinhard Bauer, seit bald 40 Jahren im Unternehmen, ist deshalb Energie ein sehr wichtiges Thema: „Wir haben einen jährlichen Energieverbrauch wie eine Kleinstadt. Hierfür haben wir ein eigenes Blockheizkraftwerk, das auch mit Prozesswärme arbeitet. Es deckt allein 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ab.“

Neben dem Hauptstandort in Schwalmstadt betreibt der Hersteller auch ein Werk in Wolfsberg-Wümbach, wo insbesondere Folien für den Lebensmittelbereich hergestellt werden.

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