Vorbild aus Schweden 

"Fridays For Future": Kinder aus Treysa kämpfen für die Umwelt

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Sie kämpfen für ihre Zukunft: Sherly Kurz (links) und Merlin Raasch demonstrierten am Freitag in Treysa vor dem Rathaus.

Treysa. Kinder aus Treysa haben sich der "Fridays For Future"-Bewegung angeschlossen. Sie blieben dem Unterricht fern, um für die Umwelt und Zukunft zu demonstrieren.

Seit Monaten streiken Schüler auf der ganzen Welt freitags für die Umwelt und eine bessere Zukunft. Nun haben auch in Treysa die ersten Schüler den Weg vor das Rathaus gefunden.

Sherly Kurz (9 Jahre alt) und Merlin Raasch (10) stehen seit 8 Uhr morgens auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Der Grund ist ganz einfach: Sie haben genug. „Wir wollen die Augen öffnen, dass es langsam reicht mit Plastikmüll und Autofahren“, sagt Merlin. Er ist schon fast ein Medienprofi, schließlich war er auch in einem Fernsehbeitrag über das Treysaer Naturlehrgebiet zu sehen.

Schwedin Greta Thunberg als Vorbild

Zu viert waren sie in die Demonstration gestartet, zwei Mitstreiter gingen dann zum Unterricht. Sherly und Merlin handeln ganz nach ihrem Vorbild Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit August 2018 freitags den Unterricht und demonstriert stattdessen für die Umwelt. 

Sie möchte so lange demonstrieren, bis Schweden das Übereinkommen der Klimakonferenz von 2005 in Paris einhält. Ihrem Beispiel sind weltweit tausende Jugendliche gefolgt. „Fridays For Future“, nennt sich die Bewegung.

Schüler demonstrieren für die Zukunft

„Wir wollen unsere Zukunft retten und nicht im Dreck leben. Auch für unsere Kinder und Enkel wünschen wir uns eine schöne Zukunft“, sind sich Sherly und Merlin einig. 

Deshalb machen sie mit ihren Botschaften „There is no planet b“ (Es gibt keinen Planet B) und „Clean your earth“ (Säubere deine Erde) auf ihr Ziel aufmerksam. „Die beiden waren nicht davon abzubringen“, erzählt Martina Raasch, Merlins Mutter.

Nächste Woche soll auch in Homberg eine Demonstration stattfinden. Da werden Merlin und Sherly aber vermutlich nicht extra anreisen. „Deshalb wollten wir diese Woche unbedingt hier demonstrieren und haben Donnerstag die Schilder gebastelt“, erzählt Sherly. 

Positive Rückmeldungen

Ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen die beiden Schüler für ihre Aktion. „Ich finde das toll. Das ist ein gutes Konzept“, sagt eine vorbeigehende Passantin, die auf dem Wochenmarkt ihre Einkäufe erledigt.

Lesen Sie auch: Schüler demonstrieren für den Klimaschutz: "Wir haben keinen Planeten B"

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