Von klassisch bis rockig

Konzert des Blasorchesters Schwalmstadt überzeugte die Zuhörer

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Souverän: Dirigent Dr. Karsten Heyner beim Konzert gestern in der Festhalle.

Treysa. Es war ein kraftvoller Einstieg in ein abwechslungsreiches Konzert: Mit einem der bekanntesten deutschen Militärmärsche als Auftakt begann am späten Sonntagvormittag das traditionelle Neujahrskonzert des Blasorchesters Schwalmstadt.

Spätestens nach den ersten Klängen des von Ludwig van Beethoven 1809 komponierten "Yorkschen Marsches" war wohl auch bei dem letzten der rund 500 Zuhörer in der Treysaer Festhalle jede Müdigkeit verflogen.

Das Programm hielt, was es versprach, und so gab es rund drei Stunden lang Orchestermusik von höchster Qualität. Ein Besucher war bereits in der Konzertpause voll des Lobes und stellte fest, dass man als Musiker des Blasorchesters schon etwas können müsse. "Das macht man nicht mal einfach so aus der Lamäng", meinte der Mann mit Blick auf die Bühne anerkennend.

Auch in diesem Jahr bot das weit über die Region bekannte Blasorchester unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner seinen Zuhörer eine bunte Mischung bekannter Melodien. Ob jung oder alt, es war für jeden etwas dabei.

Während der erste Teil des Konzerts mit zahlreichen Märschen eher klassisch blieb, bot der zweite Teil rockige und moderne Stücke. Unter anderem gab es Medleys von Billy Joel, Deep Purple und Nena. Wiedereinmal erbrachten die Schwalmstädter Musiker den eindrucksvollen Beweis, dass Blasmusik alles andere als langweilig ist.

Gewohnt kurzweilig und vor allem informativ war die Anmoderation der einzelnen Stücke durch Stefan Todt. Dirigent Heyner bewies sein Talent nicht nur am Taktstock, sondern sorgte auch für den einen oder andere Lacher. Am Ende gab es verdientermaßen langen und kräftigen Applaus für einen gelungen Auftritt. Mit zwei Zugaben, darunter der obligatorische Radetzkymarsch, bedankten sich die Musiker bei ihrem Publikum.

Stadtrat Norbert Schidleja lobte das Orchester für seine Arbeit. Es sei ein bedeutender Repräsentant der Stadt, so Schidleja: "Es leistet für das kulturelle Renommee einen wichtigen Beitrag."

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