Keine Garantie für Fest 2018

Nach schwerem Diebstahl: Spendenaktion für die Hutzelkirmes

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Da war noch alles in Ordnung: Rechts Bürgermeister Stefan Pinhard, gegenüber Verwaltungsratssprecher Dieter Dötenbier bei der Eröffnung der Hutzelkirmes.

Treysa. Der Hutzelkirmesverwaltungsrat und die Treysaer Kirmesburschen gehen nach dem Verlust von 6500 Euro an Chipkasse in die Offensive. 

Wie berichtet, wurde das Geld in zwei Kassetten am frühen Sonntag aus einem Wohnwagen hinter dem Festzelt gestohlen.

Wie Sprecher Dieter Dötenbier nun in einer Pressemitteilung verbreitete, wurde ein Spendenkonto eröffnet. In der Mitteilung heißt es: „Wir wurden in der Nacht zum Kirmessonntag Opfer eines gemeinen und hinterlistigen Diebstahls. Nach einem sehr erfolgreichen Tag im Zelt waren die Einnahmen des Tages kurz vor dem Transport zur Bank.“

Viel Grundkapital

6500 Euro seien für eine alte Veranstaltung in neuem Gewand sehr viel Grundkapital. Der Diebstahl habe die Arbeit jäh ausgebremst, „am Sonntagmorgen mussten wir ganz von vorne anfangen“. Kapellen und Helfer hätten durch Anpassung ihrer Preise schon Hilfe geleistet. Es gebe Signale für die Stundung von Rechnungen für Werbung.

Vielfaches Bedauern

Außerdem hätten viele Treeser und Freunde der Hutzelkirmes ihr Bedauern über den Diebstahl kundgetan und Spenden angekündigt. „Angeregt wurde aus diesem Kreis ein Spendenkonto speziell zu diesem Vorfall, um die eingegangenen Verbindlichkeiten zu decken. Wir machen dieses mit einem weinenden Auge, denn betteln war nie unser Ziel“.

Belohnung ausgesetzt

Klar ist aber auch, dass das Aufbäumen gegen die Folgen des Verlusts noch keine Garantie darstellt: „Es entsteht aus einer Spende keine verbindliche Zusage für eine Neuauflage der Hutzelkirmes 2018.“ Für die Hilfe zur Lösung des Falles haben die Kirmesburschen eine Belohnung ausgesetzt, über deren Höhe aber nichts mitgeteilt wurde. Auch an den oder die Täter wenden sich die Burschen: „Wenn sie sich doch irgendwie der Tragweite ihrer Tat bewusst werden, sind wir gerne bereit, die Strafanzeige zurückzuziehen. Diskretion ist selbstverständlich.“ Die Hutzelkirmes war zuvor zwei Jahre ausgesetzt und wurde dieses Jahr wiederbelebt.

Spenden sind erbeten

Wer zur Abdeckung der Verbindlichkeiten einen Beitrag leisten möchte, kann eine Spende überweisen auf das Konto DE 4052 0534 5800 0001 4886 bei der Stadtsparkasse SSK Schwalmstadt, Kennwort „Raub Hutzelkirmes“. Wer in einer eventuellen Aufstellung der Spender nicht benannt werden will, verwende den Zusatz „anonym“.

Für den Bürgermeister gehört die Kirmes dazu

„Die Kirmesburschen haben die Hutzelkirmes finanziell und materiell eingeständig durchgeführt“, unterstrich Bürgermeister Pinhard auf HNA-Anfrage. Die Beiträge der Stadt Schwalmstadt seien die Bereitstellung des Festplatzes, die Ausrichtung des Seniorennachmittags und Hilfen wie das Aufstellen von Abgrenzungen gewesen. Die Möglichkeit finanzieller Hilfe, seien hingegen nicht in Sicht. Gleichzeitig zeigte sich der Bürgermeister nach wie vor betroffen: „Dafür, was da passiert ist, fehlen einem die Worte.“ Pinhard weiter: „Das Engagement der Burschen war bewundernswert, ich wiederhole: Die Hutzelkirmes gehört zu Schwalmstadt.“

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