Sonja Müller ist die neue Leiterin

Neue Koordinatorin für das Forum-Asyl in Schwalmstadt

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Soll die Projekte künftig begleiten: Sonja Müller übernimmt die Aufgabe der hauptamtlichen Koordinatorin des Forums Asyl Schwalmstadt. 

Treysa. Die Koordinationsstelle des Forums Asyl Schwalmstadt wurde mit der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftlerin Sonja Müller neu besetzt.

Angesiedelt bei der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und gefördert von der Aktion Mensch, war die Stelle nach einer ersten Förderphase von drei Jahren zum 30. Juni 2018 ausgelaufen. Im Herbst kam dann doch die gute Nachricht, dass die Arbeit weitergehen kann.

„Wir freuen uns sehr, dass die Koordinationsstelle wieder hauptamtlich besetzt werden konnte. Die Intensität und Menge der Netzwerkarbeit für ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingsarbeit hätte sonst nicht die gleiche wie bislang sein können“, sagt Diakon Björn Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Nachfolgerin von Sozialmanagerin Clara Förster

Müller tritt die Nachfolge von Sozialmanagerin Clara Förster an, die die Koordinationsstelle aufgebaut hatte. Die 32-Jährige ist nun Projektkoordinatorin Asyl für die Hephata Diakonie und Koordinatorin des Forums Asyl Schwalmstadt.

Im Forum Asyl kommen Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen, und Menschen, die die Hilfe von Ehrenamtlichen benötigen, zusammen. Vertreten sind Einzelpersonen sowie der Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde, die Stadt, der Kreis, die Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werks, der Kirchenkreis und die Diakonische Gemeinschaft.

Müller bringt bereits Erfahrungen in der Vernetzung und Koordinierung von Ehrenamtlichen mit. Sie studierte zunächst Ökotrophologie in Bonn, dann im Masterstudium Public Health Nutrition in Fulda. Nebenbei bildete sie sich als Trainerin und Moderatorin für teamdynamische Prozesse fort. 

Während der wissenschaftlichen Mitarbeit an der Hochschule kam sie mit dem Roten Kreuz Fulda in Kontakt, wo sie ab März 2016 als Stabsstellenleiterin Unternehmensentwicklung für die Entwicklung und den Ausbau von sozialen Projekten zuständig war. Die Stelle war befristet bis Juli 2018.

Flüchtlingsarbeit hat sich verändert

Als neue Koordinatorin möchte Müller Nachhaltigkeit schaffen: „In der Flüchtlingsarbeit ging es zuerst um Dinge wie Essen und Wohnung, jetzt geht es um Ausbildung und Beruf. Früher war die Begleitung zu Ärzten wichtig, heute sind es eher Hausaufgabenhilfe und Schule, aber auch interkulturelle Freundschaft. Das Forum-Asyl und seine Angebote müssen sich mit verändern“, ist sie überzeugt. 

Müller will zudem Supervision und Qualifizierungsangebote für die Ehrenamtlichen installieren, aus Ideen neue Projekte entwickeln, Fördermöglichkeiten erschließen „Ich will aber nicht nur koordinieren, ich will den Ehrenamtlichen auch Wertschätzung aussprechen, denn die haben sie verdient.“  

Zur Person

Sonja Müller ist in Köln geboren, lebt aber schon länger mit ihrem Lebensgefährten und dessen Familie in Grebenau im Vogelsbergkreis, auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei. Sie engagiert sich für die Jugendarbeit der DLRG und auch politisch, im Februar 2018 kandidierte sie für den Bürgermeistersessel in Lautertal. 

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