Hunderte Zuschauer bei Prunksitzung

Treeser Narren in Topform

Seit 22 Jahren dabei: Die Egadis bereichern die Treysaer Prunksitzung mit ihrem Programm. In diesem Jahr erzählt die Truppe die Entstehung des elektrischen Lichts. Fotos:  Rose

Treysa. „Die Löcher fliegen aus dem Käs, Stimmung pur beim Karneval in Trees", ihrem Motto machten dir Narren des Karnevalskomitees der Liedertafel Treysa am Samstag wirklich alle Ehre. Zur ersten Prunksitzung der mittlerweile 57. Kampagne hatten die Organisatoren eingeladen, hunderte Gäste feierten mit ihnen ausgelassen und frech die Fünfte Jahreszeit.

Kein Wunder, sorgten doch mehr als 100 Aktive in der Festhalle für ein fast fünfstündiges Bühnenprogramm voller Lokalkolorit, Witz und Esprit. Die Besucher erlebten Gardetanz, Bütt und Komik auf professionellem Niveau.

Bürgermeister Dr. Gerald Näser musste gleich mehreren Rollen gerecht werden: Zunächst war er als Stadtoberhaupt den besagten Stadtschlüssel los. Den übergab er an die Hoheiten, das Prinzenpaar Prinzessin Sonia I. aus tausend und einer Nacht und Prinz Bernd II. von Pille und Bass.

Der musste aber auch närrische Schelte einstecken. Das Prinzenpaar hatte mit spitzer Zunge gereimt und erklärte, warum es zu Fuß einmarschierte: „Im Treeser Baustellenverkehr wollte das Ding (Anm. der Redaktion: gemeint ist die „Narrenschees“) einfach nicht mehr.“ Moderiert wurde das muntere Treiben von den Sitzungspräsidenten Karl-Heinz Aringer Thorsten Trebing, unterstützt vom Elferrat und der Prinzengarde.

Für karnevalistischen Schwung sorgten zudem die Kinder- und Jugendgarde mit Funkenmariechen Tessa Rockensüß und Tanzmariechen Emily Knoche.

Vom Brunnen hinab gestiegen in die Bütt war Johannesmann Christian Jatzko. Er wetzte in gewohnter Manier seine Zunge am Stadtgeschehen: „Die Bahnhofstraße versetzt die Besucher in Ekstase - Treysa hat jetzt eine Märchenstraße“, kommentierte Jatzko die neue Märchenfigur.

Zum Umzug des Arbeitsamtes erklärte er: „Mal ist das Gebäude zu groß, mal zu klein. Jetzt ziehen sie ins vorvorletzte Aldi ein.“ Im Wieragrund gehe es dafür jetzt richtig rund: „Ich nenne es nur das kleine Brandenburger Tor.“

Die Kolibris nahmen die Gäste mit ihrem Showtanz mit nach Las Vegas: In die Zeit der Spielcasinos und von Elvis. Als Cowboys standen die Männer der Treeser Spätlese auf der Bühne. Die Revue der Garde mit Funkenmariechen Theresa Knoche ließ keine Wünsche offen. Die Mixed Pickles gingen wieder einmal auf Sendung, sie karikierten das Fernsehprogramm. Udo Lohr schlüpfte in die Rolle des Pförtners im Bundestag und zog das Beamtentum mächtig durch den Kakao.

Die Erfindung des Lichts inszenierten die Egadis in einer zauberhaften und fantasievolle Tanznummer, bevor die Gazellen elfengleich in die Rollen von „Bauer sucht Frau“ schlüpften und als Schafe, Kühe, Bauern und Bäuerinnen übers Parkett fegten - urkomisch. Kajo Freischem brillierte als Opa und Enkel-Schreck. Mit Wortwitz und sprachlicher Raffinesse parlierte er über die Freuden und Nöte Hause Freischem, das Publikum lachte Tränen.

Treeser feierten Karneval

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.