Fuldaer Unternehmen will zwei neue Märkte bauen

Treysa: Tegut hält an Bauplänen fest

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Blick in die Schmelzaue: Am Standort des leerstehenden Autohaus wollen Tegut und Joneleit bauen.

Der Entwickler, der für Tegut einen neuen Markt in der Treysaer Innenstadt bauen will, saß mit Vertretern der Stadt um Bürgermeister Stefan Pinhard am Verhandlungstisch.

Laut einer Pressemitteilung der Werner Projektentwicklung GmbH (Fulda) ging es bei dem dreistündigen Treffen „insbesondere um drei Kritikpunkte, die in der Öffentlichkeit eine breite Diskussion hervorgerufen“ hätten:

  • die verkehrstechnische Erschließung am Walkmühlenweg,
  • die befürchtete Verdrängung des örtlichen Einzelhandels durch zusätzlicher  Verkaufsflächen,
  • eine Schwächung des Nebenzentrums Ziegenhain.

Neue Verkehrliche Lösung

In der Mitteilung des Fuldaer Unternehmens heißt es zu Kritikpunkt 1, dass eine neue verkehrliche Lösung gebe. Dabei soll eine dreispurige Zu- und Ausfahrtsstraße auf die Schmelzaue entstehen, damit Kunden den Tegutparkplatz direkt nach links Richtung Friedrich-Ebert-Straße verlassen können. 

Zu Punkt 2 heißt es, dass die vom Einzelhandelsverband Nordhessen öffentlich geäußerte Kritik entkräftet sei: Eine Gutachterin (Lademann und Partner, Hamburg) habe dargestellt, dass die Verträglichkeit beider Investitionsvorhaben nachgewiesen sei. Sie habe vorgerechnet, dass es um einen Flächenzuwachs von 450 Quadratmetern gehe, nicht von 1000 Quadratmetern, wie verbreitet worden sei.

Sascha Bischof sieht neue Arbeitsplätze

Sascha Bischof, Inhaber von Joneleit, habe geäußert, dass der Gewerbeverein G.u.T. sich nicht gegen die Millioneninvestition stemmen sollte. Man solle die Chancen erfassen, es gehe auch um Arbeitsplätze.

Zu Punkt 3 habe Andre Strube (Tegut) versichert, dass der Tegutstandort Ziegenhain „keinesfalls geschlossen“ werde. Man erwarte sogar steigende Umsätze durch den Händler Action, der in direkter Nachbarschaft baut.

Schmelzaue  Erweiterungsfläche für Handel

Um die Neuausrichtung geht es laut Klaus Diegelmann von der Werner-Gruppe schon seit 2013, als Dr. Gerald Näser Bürgermeister war. Damals habe es laut Diegelmann „klare Signale einer Zustimmung zur Verlagerung des Tegutmarktes in die Schmelzaue“ gegeben. Die Schmelzaue sei daraufhin auch als Erweiterungsfläche für Handel in das Einzelhandelskonzept der Stadt aufgenommen worden. Seit April 2017, so Diegelmann, existiere zudem ein positiver Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu beiden Projekten. Das zweite ist der Bau eines neuen Disscounters am jetzigen Tegutstandort neben Hagebau. Auch dieses Areal hat Werner angekauft, zu Jahresbeginn sei die Zustimmung des Regierungspräsidiums erfolgt. Diegelmann wird zitiert: „Wir haben die uns gestellten Hausaufgaben gemacht, es liegt eine Lösung für beide Flächen vor, ebenso der Nachweis der Verträglichkeit beider Projekte und die Zustimmung zur Regionalplanung.“

"Große Chance für Schandfleck"

Diegelmann ist der Überzeugung, dass „die vorgelegten Konzepte eine große Chance darstellen, den Schandfleck in der Schmelzaue zu beseitigen und einer neuen Nutzung zuzuführen“. Tegut und die Firma Joneleit wollten sich jetzt „neu und zukunftsfähig präsentieren“, 12 Mio. Euro sollten investiert werden.

Das Schlusswort habe Bürgermeister Pinhard gesprochen, er wünschte den Stadtverordneten ein „gutes Händchen“ für die anstehende Entscheidung. Die Moderation hatte Bauamtsleiter Alexander Inden.

Termin:Bei der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, 26. September, 19 Uhr, Rathaus Ziegenhain, um die Bauleitplanung für einen neuen Discounter am bestehenden Tegutstandort in der Friedrich-Ebert-Straße.

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