Herstellung von Schutzkleidung 

Schutzkittel für die Krise: Treysaer Firma Horn und Bauer hat Produktion umgestellt 

Bekleidung für den medizinischen Bereich: Mitarbeiter Julian Loges trägt die Neuentwicklung der Firma, die seit Mitte März produziert wird.
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Bekleidung für den medizinischen Bereich: Mitarbeiter Julian Loges trägt die Neuentwicklung der Firma, die seit Mitte März produziert wird.

Die Treysaer Firma Horn und Bauer hat in Corona-Zeiten ihre Produktion in Teilen auf die Anfertigung von spezieller Schutzbekleidung umgestellt. Das bestätigt Dr. Dominikus Pohl von der Geschäftsleitung auf Anfrage der HNA.

Das Unternehmen entwickelt und produziert in vierter Generation Kunststofffolien, etwa für den Einsatz in der Automobilindustrie, auch schwer entflammbare Folien sowie Verpackungsfolien für die Lebensmittelindustrie. Der neue Artikel ist eine eigene Entwicklung des Unternehmens und wird seit Mitte März in einer Stückzahl, die im sechsstelligen Bereich liegt, produziert.

Gebrauchsmuster ist zum Patent angemeldet

„Als wir von Engpässen bei Schutzausrüstung hörten, haben wir bestehende Maschinen umgerüstet und sind gestartet“, sagt Pohl. Man habe als Betrieb einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten wollen. Ein Gebrauchsmuster ist bereits zum Patent angemeldet.

Die Schutzkittel sind für den medizinischen Bereich gedacht, sind aber laut Pohl auch in der Industrie anwendbar. Wichtig sei die Beschaffenheit und die Stärke der Folie, je nach Kundenwunsch könnten hier in der Produktion unterschiedliche Schutzgrade erreicht werden. Bei der Materialzusammensetzung handelt es sich um einen Polyethylenverbund.

Smart-Over-All

Der sogenannte Smart-Over-All wird als Blasfolie hergestellt und anschließend durch Stanzung, Perforation und Schweißung konfektioniert, also in seine Form gebracht.

Die Nachfrage beschreibt Dominikus Pohl als gut, nicht nur innerhalb der Bundesrepublik, auch im europäischen Ausland. Man arbeite bereits an der Entwicklung weiterer Schutzkleidung. Damit reagiere man auch auf den aktuell inaktiven Absatzkanal – der Verkauf von Lackierschutzfolien für die Autoindustrie sei in der Corona-Krise eingebrochen, „langsam läuft das Geschäft aber wieder an“.

Kurzarbeit habe die Firma bisher noch nicht anmelden müssen.

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