Wein mit persönlicher Note

Weindorf an der Totenkirche in Treysa zog hunderte Besucher an

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Alte Bekannte wieder treffen: Darüber freuten sich Stefanie Hoos, Claudia Bornemann, Katrin Immke, Nancy Deichmann und Frank Wegner (von links) beim idyllischen Weindorf an der Totenkirche.

Treysa. Die lauen Sommernächte zum 24. Weindorf zogen Hunderte Besucher an. Sie konnten zwischen 60 verschiedenen Rheingauer Tropfen wählen.

Dei Besucher konnten sich für einen klassischen Riesling, aber auch für Rheingauer Raritäten wie Weißburgunder oder Kerner entscheiden.

Am Stand von Winzer Jürgen Schmitt vom Weingut Tannenhof in Geisenheim-Marienthal lockten Weinnamen wie Valentin, Julius und Korbinian. 

„Es sind die Namen meiner drei Neffen und bayerische Schutzheilige, was auch für Rheingauer Wein nicht verkehrt sein kann“, meinte Jürgen Schmitt, der so seiner Weinkarte eine ganz persönliche Note gibt. Die Söhne der Schwester reisten Jahr für Jahr gerne auf das 6,5 Hektar große Weingut und packten als Erntehelfer mit an.

Seit 24 Jahren mit dabei

Für das Weingut Tannenhof ist der Ausflug ins nördliche Hessen durchaus nicht unüblich, kommt Schmitt doch nicht nur schon seit 24 Jahren zum Weindorf, sondern ist auch bei vielen Weinfesten der Region mit seinem Weinstand vertreten. 

„Fernab des Rheingaus wird auch gerne mal ein Kerner getrunken“, weiß der Winzer, der sich noch gut an die Anfangsjahre des Weinfestes in Treysa erinnert und sich wunderte, wie schnell so manch Schwälmer ein Weinglas leerte.

„Wir kamen eben in eine Bier-Region“ schmunzelte auch das Winzerehepaar Gudrun und Werner Gerhard aus Hattenheim. Manch Weinfest der Anfangsjahre habe aufgrund fehlender Standfestigkeit der Besucher auch oft ein wenig früher geendet, als die Winzer es von Rheingauer Festen gewohnt waren.

Nichtsdestotrotz kommen die Winzer seit dem Hessentagsjahr gerne in die Schwalm und finden hier unlängst zahlreiche Weinfreunde. „Wir haben mit unseren Weinfesten zum Erhalt der Totenkirche maßgeblich beigetragen und so auch etwas Bleibendes geschaffen“, so Schmitt, der sich nach dem viertägigen Weinfest-Programm schon aufs kommende silberne Jubiläum freut, denn nächstes Jahr ist das 25. Weindorf.

„In diesem Jahr haben wir einfach ideales Weinfestwetter. Da ist die Nachfrage nach leichten Sommerweinen oder auch nach einem Sommerwind (Sekt mit Blutorangensaft) groß“, beobachtete die Treysaer Weinstandhelferin Maren Melchior, die auch schon seit 24 Jahren am Weinstand des Tannenhofes hilft.

Ein Weinberg für Schwalmstadt?

Am Eröffnungstag überlegte Bürgermeister Stefan Pinhard sogar, ob Schwalmstadt inzwischen nicht selbst für einen Weinberg geeignet sei. Beim Vorschlag, den nun mal überwiegend schattigen Hang zur Schwalm hinter der Totenkirche anzulegen, winkten die Winzer jedoch ab, denn ein bisschen Sonne bräuchten die Reben eben doch

Cornelia und Klaus Altstadt waren erstmalige Weindorfbesucher, freuten sich aber über den Tipp ihres Freundes Gerd Staufenberg. „Wir werden bestimmt wiederkommen“, so das Paar.

Der große Freundeskreis um Stefanie Hoos war längst häufiger zu Gast im Weindorf und freute sich vor allem auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten. „Hier trifft man einfach immer wieder Menschen, die man lange nicht gesehen hat“, so Katrin Immke.

Von Regina Dörhöfer

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