Grundschule jetzt in ehemaliger Förderschule in Treysa

Nach Umzug: Ziegenhainer Schüler im Schulalltag angekommen

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Start in Treysa: Die Klasse 1b der Grundschule am Alleeplatz Ziegenhain, hier mit Schulleiterin Isolde Gliemann (hinten rechts), hat sich am neuen Standort ihr Klassenzimmer schon eingerichtet. 

Noch sind nicht alle Kartons ausgepackt, aber die Klasse 1b etwa hat sich in ihrem neuen Klassenraum am früheren St. Martin-Standort am Schenkeborn in Treysa schon eingerichtet.

Willkommen steht darauf. Nach dem Start im August sind die 160 Ziegenhainer Grundschüler und ihre Lehrer gut angekommen. Alles, aber auch wirklich alles – bis zum letzten Päckchen Kreide, berichtet Schulleiterin Isolde Gliemann – ist mit umgezogen. 

Sämtliche Möbel wurden in den Sommerferien per Spedition, beauftragt vom Kreis als Schulträger, in die Schule an der Schwalm gefahren.

Die anfänglichen Probleme wie etwa fehlende Telefone seien mittlerweile gelöst, sagt Gliemann. Man habe sich zunächst kurzerhand ein Prepaid-Handy angeschafft, um die Erreichbarkeit sicherzustellen.

Kinder wurden optimal vorbereitet

Der Umzug, er sei letztlich alternativ los gewesen, erklärt die Schulleiterin. Man habe bei den Eltern immer wieder für Verständnis geworben und gemeinsam mit dem Elternbeirat daran gearbeitet, die Kinder optimal vorzubereiten. 

Vor allem auf den nötigen Bustransfer, der morgens um 7.30 Uhr, also zum regulären Unterrichtsbeginn, am Alleeplatz startet. „Wir haben das geregelte Einsteigen und das Verhalten im Bus immer und immer wieder geübt“, sagt Gliemann. Kollegen führen nicht mit. 

„Alle Kollegen sind mit wesentlich mehr Aufsichten belegt, weil die Kinder unter anderem mittags wieder zur Bushaltestelle gebracht werden.“ Die Situation erfordere insgesamt eine straffere Organisation.

Frühere St. Martin-Schule: Die Förderschüler sind mit ihren Lehrern wegen sinkender Schülerzahlen in die Schule im Ostergrund gezogen. Die Schule selbst ist erhalten geblieben, bekam aber einen neuen Standort.

Neue Haltestelle im Wiegelsweg

Die Haltestelle wurde von der Stadt im Wiegelsweg eingerichtet, über die Schwalmbrücke ist die Schule von dort binnen weniger Minuten erreicht. Auch für diese Lösung gab es keine Alternative, denn am Schenkeborn können große Busse schlicht nicht wenden, so Gliemann.

Zufrieden könne man auch mit der ausgewählten Strecke sein – die Busse führen über Ascherode, seien also quasi nur innerorts unterwegs. „Die Strecke ist für unsere Schüler gut zu bewältigen.“

Begeistert sind Schüler und Lehrer von dem Platzangebot am neuen Standort: Jeder Klassenraum der früheren Förderschule hat beispielsweise einen angrenzenden Nebenraum, „wunderbar, um in kleinen Gruppen zu arbeiten“. Die vorherige Enge habe nicht selten zu Lärm und Unruhe und eben auch zu Streit geführt, sagt die Schulleiterin.

Gelände gut einsehbar

Deutlich entspannter für alle sei der innen liegende Schulhof, berichtet die Schulleiterin. Man habe von jedem Raum aus nahezu das komplette Gelände und die gegenüberliegenden Fensterflächen im Blick. 

Ein Gelände mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten wie in Treysa sei auch für Ziegenhain einer der großen Wünsche. „Der offene Schulhof ist unser Riesen-Problem“, sagt Isolde Gliemann.

Die Sorge, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto nach Treysa zur Schule brächten, habe sich zumindest weitestgehend verflüchtigt: „Es kommt zum Glück nur vereinzelt vor.“ 

Man müsse immer wieder auf die veränderte Situation und deren Herausforderungen eingehen und Lehrer, Schüler als auch Eltern dafür sensibilisieren.

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