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Treysaer Marktplatz: Karaoke-Nacht im ehemaligen Bettenhaus

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Animierten die Besucher zum Singen: Andreas Dötenbier und Suse Salin.
Animierten die Besucher zum Singen: Andreas Dötenbier und Suse Salin. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Nach einer „mega“ Scherzmarkt-Party ging die Pop-Up-Kneipe im ehemaligen Bettenhaus Dötenbier in Treysa am Samstagabend mit Karaoke in die zweite Runde.

Treysa – Andreas Dötenbier nutzte die Gelegenheit, den Werdegang des Projekts zu schildern und erinnerte dabei auch an Zeiten, wo er nach Ladenschluss mit seinem Bruder Tobias im Bettenhaus verstecken spielte oder sich im Schaufenster als lebende Schaufensterpuppe manch Schabernack erlaubte.

2015 schloss das Bettenhaus, da kein Nachfolger gefunden werden konnte. „Mein Bruder und ich erahnten damals schon, dass ein Bettenhaus in Konkurrenz der Online-Plattformen kaum mehr Bestand haben kann“, so Andreas Dötenbier. Nichtsdestotrotz wolle er die Zeit zwischen Matratzen und Lattenrosten nicht missen.

„Wir haben ganz nebenbei wirtschaftliches Denken und Handeln von der Pike auf gelernt. Kundenzufriedenheit hattte oberste Priorität“, so Dötenbier, dem auch heute viel daran liegt, dass sich Dötenbier-Gäste wohlfühlen.

Ihm und seinen Mitstreitern ist ein nach innen und außen offenes Konzept wichtig. Niemand soll sich gezwungen fühlen, mitzuarbeiten, ist aber immer gerne gesehen, wenn es darum geht, Thekendienste zu verrichten oder beim Vor- und Nacharbeiten der Veranstaltungen zu helfen.

„Das ehemalige Bettenhaus darf heute ein großer Spielplatz für Außergewöhnliches sein“, sagt der Ideengeber, der sich unter anderem auch LAN-Partys, Sushi-Essen mit Lego-Eisenbahnen, Brettspielabende, Burlesque-Workshops oder Mädelsabende vorstellen kann. Kinder sollen an einem Nachmittag zu einer Kinderdisco vorbeischauen können. „Nichts muss perfekt sein. Es zählt Kreativität und Leidenschaft“, so Andreas Dötenbier.

Ein roter, gebrauchter Messeteppich, Stehtische und Sitzgarnituren, Getränke aus der Flasche, Discokugel und Lichtorgel und fertig war das Ambiente für den ersten Karaoke-Abend. Dötenbier selbst griff als erstes zum Mikrofon und wurde sodann von Sängerin Suse Salin unterstützt.

Das Publikum stimmte schnell mit ein und schmetterte gemeinsam neue und ältere Hits und Evergreens. Dötenbier setzt auf Zusammenarbeit mit anderen Wirten und so bot der Wirt des Markt-Ecks auch Toilettenasyl für die Besucher der Dötenbier-Kneipe und das Dätschweck-Team hatte für den ein oder anderen kleinen Imbiss gesorgt.

Die Ausrichtung von öffentlichen Veranstaltungen blieben dem Dötenbier-Team vorbehalten, das noch jede Menge Ideen habe und derzeit beispielsweise mit der Brauerei Haaß an einer eigenen Dötenbier-Kreation arbeite. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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