Bürgermeister stellte Nachtragsetat vor

Über den Wert von Schuldenfreiheit

Schwarzenborn. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung brachte Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann den Nachtragshaushalt für das Jahr 2015 ein.

Kein Defizit: Im Ergebnishaushalt erhöht sich die Summe der Einnahmen um 37 700 Euro auf 2, 08 Millionen Euro. Die Summe der Ausgaben um 79 000 auf 2,04 Millionen Euro. Der Stadt bleibt ein Plus von knapp 42 000 Euro. Der Haushaltsausgleich sei somit also gegeben, sagte das Stadtoberhaupt.

Gebührensenkung: Erfreulich für die Schwarzenborner: Mit Wirkung ab 1. Juli wurden die Gebühren pro Quadratmeter versiegelter Fläche von 68 Cent auf 50 Cent gesenkt, die Abwassergebühren auf zwei Euro festgesetzt.

Höhere Umlagen: 2015 muss Schwarzenborn sowohl bei der Kompensations-, wie auch bei der Kreis- und Schulumlage tiefer ins Stadtsäckel greifen. Der Betrag summiert sich auf insgesamt 54 000 Euro. „Allein dieser Mehraufwand erklärt schon die Verschlechterung des Ergebnisses im Nachtrag“, erläuterte Jürgen Kaufmann.

Mehr Schulden: Die im Wesentlichen durch den Bau des Medizinischen Versorgungszentrums und der Sanierung des Alten Pfarrhauses bedingte notwendige Kreditaufnahme in Höhe von 600 000 Euro lässt die Schulden der Knüllstadt auf 1,5 Millionen Euro anwachsen. Zusammengefasst sei dies die höchste Verschuldung in diesem Jahrtausend, stellte der Bürgermeister nüchtern fest. Pro Kopf stehen Schwarzenborns Einwohner insgesamt mit 940 Euro in der Kreide.

Fazit: In Anbetracht der in die Zukunft gerichteten Investitionen handele es sich aber trotzdem um einen Zukunftshaushalt, war sich Bürgermeister Kaufmann sicher: „Schuldenfreiheit ist kein Wert an sich.“ (zmh)

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