Über die Umgestaltung der Bahnhofstraße ist die Diskussionen noch in vollem Gange

Varianten: Die Uhr tickt

Großes Interesse am Thema Bahnhofstraße: Gerhard Mauch (stehend) war einer derjenigen, die sich für die Schaffung einer Fußgängerzone aussprachen. Foto: Rose

Treysa. Drei Varianten wurden zum Teil recht hitzig diskutiert, vor vollem Haus ging es in Treysa um die Zukunft der Bahnhofstraße. Markus Staedt (Büro ANP) erinnerte zunächst daran, dass man in den achtziger Jahren noch autogerecht geplant habe, heute gehe es um die Nutzung, also das Wohnen und den Einzelhandel. 1800 Autos passierten binnen 24 Stunden die Bahnhofstraße. Ob sich die Straße jedoch als Einkaufsmeile langfristig durchsetzt, bezweifelte Staedt: „Hier gibt es nur etwa 17 Prozent Verkaufsflächen, etwa 70 Prozent findet der Kunde an anderen Standorten.“

„Aufwertung ist dringend“

Bauamtsleiter Alexander Inden erwähnte die städtebaulichen Missstände, unter anderem seien viele Materialien verbaut, es gebe Barrieren: „Eine Aufwertung ist dringend nötig.“

Yves Vogt (Büro Oppermann) stellte drei Umbauvarianten vor und erklärte zum Ist-Zustand, dass die Bahnhofstraße aktuell Landesstraße sei (HNA berichtete, siehe Hintergrund). Dr. Jochen Riege erläuterte nochmals den Vorschlag von Bündnis 90/Die Grünen, die Zwalmstraße zur Landesstraße zu machen, um die Bahnhofstraße abstufen zu können.

Staedt unterstrich, dass die Ausschreibung und Vergabe des Umbaus der Bahnhofstraße bis Ende 2015 auf den Weg gebracht werden müssen – „damit keine zusätzlichen Anliegerbeiträge gezahlt werden müssen.“ Die Variante Fußgängerzone sei nur ab der Wagnergasse bis zum Hexengässchen möglich. Das Hexengässchen müsse verkehrlich angebunden bleiben. Auch nannte er eine Einbahnstraßenregelung aus Richtung Wagnergasse kommend nach oben, Fahrspurbreite etwa 3,50 Meter. Die dritte Variante stelle der durchgehende Begegnungsverkehr dar, bei einer Breite von 5,50 Meter, „das wäre die Vorzugsvariante für den Zeitraum bis zur Umwidmung“.

Von Sandra Rose

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