Frielendorf-Homberg: Zusammenarbeit im Bereich Kläranlagen

Verband für alle

Frielendorf/Homberg. Die Zusammenarbeit zwischen Frielendorf und Homberg bekommt Kontur. In ihrer jüngsten Sitzung beschäftigten sich Frielendorfs Gemeindevertreter mit einem künftigen Abwasserzweckverband Homberg-Frielendorf. Eine mögliche Organisation stellte Benjamin Neidert, Betriebsleiter der Homberger Kläranlagen vor.

Demnach würden in einem Zweckverband, dem die beiden Bürgermeister vorstehen, die Betriebsleitungen zusammengeführt. Die Investitionen tätigen die beiden Kommunen jedoch weiter individuell. Unterstützend wären beide Verwaltungen und Bauhöfe dabei. Das Personal aus dem Bereich Abwasser übernimmt der Zweckverband. Die fünf Mitarbeiter werden ein Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von 260 Kilometer betreuen. Das würde vom Homberger Stadtteil Hombergshausen bis zum Frielendorfer Ortsteil Obergrenzebach reichen. Dazu kommen zwölf Kläranlagen, das entsprechende Werkzeug, Maschinen und der Fuhrpark. Neidert betonte, dass „das Ganze nicht als räumliche Zusammenfassung zu sehen sei“. Die Anlagen bleiben Eigentum der Zwecksverbandskommunen.

Ein Notdienst für alle

Vorteile erhofft sich Neidert insbesondere durch das Zusammenlegen des Personals. Daraus würden sich beispielsweise gemeinsame Planungen für Not- und Wochenenddienste ergeben.

Optimiert würden nach Einschätzungen von Neidert auch Arbeitsprozesse durch ein einheitliches Störmelde- und Laborsystem. Möglich wäre auch, einen Mitarbeiter speziell zur Betreuung des Kanalnetzes abzustellen. Durch vorbeugende Maßnahmen wie Reinigung und kleine Reparaturarbeiten könnte Schäden vorgebeugt werden. Insgesamt rechnet Neidert nicht damit, dass gleich zu Beginn größere Einsparungen eintreten könnten. Bürgermeister Birger Fey rechnet für die Zweckverbandsgründung mit Geld, das aus einem Fördertopf komme.

Der weitere Zeitplan: Neidert geht davon aus, dass sich im Juli die Frielendorfer Gemeindevertretung und die Homberger Stadtverordnetenversammlung mit der Zwecksverbandssatzung, Stellenplan und Betriebskonzept beschäftigen werden.

Dem würde im November die konstituierende Versammlung des Zweckverbands folgen, sodass der zum Jahresbeginn seine Arbeit aufnehmen könnte.

Von Sylke Grede

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