Vermutlich schlug ein Blitz ein: Sturm über der Schwalm legt Windrad lahm

Das Windrad steht still: Ein Blitzeinschlag hat in der Nacht auf Montag vermutlich dafür gesorgt, dass bei einem Windrad am Knüllköpfchen ein Flügel abgebrochen ist. Foto: privat

Schwarzenborn. Das Unwetter in der Nacht auf Montag hat an einem Windrad auf dem Knüllköpfchen schweren Schaden angerichtet. Einer der Flügel brach zur Hälfte ab, das abgebrochene Stück landete etwa 30 Meter weiter auf einem Feld. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, öffentliches Eigentum wurde ebenfalls nicht beschädigt.

Das Windrad gehört den Gesellschaftern Burghard Kurz und Frank Martach aus Bad Hersfeld sowie Helmut Schierl aus Rietberg. Laut Burghard Kurz verursachte ein schwerer Sturm die Schäden an dem Windrad: „Zwischen 3.30 und 4 Uhr fegte ein Unwetter über das Knüllköpfchen. Zeugen meldeten in dieser Zeit einen Blitzschlag gefolgt von einem Knall.“

Anlage meldete Störung

Kurz danach habe die Anlage des Windrads eine Störung gemeldet. „Wir gehen davon aus, dass der Blitz in den Flügel eingeschlagen und er deshalb abgebrochen ist. Zu 100 Prozent sicher sein können wir uns da aber natürlich nicht“, erklärt Kurz auf HNA-Anfrage.

Die drei Gesellschafter, die zusammen noch ein weiteres Windrad auf dem Knüllköpfchen besitzen, stehen nun in Kontakt mit Betreiber GE Wind. „Sie organisieren uns jetzt einen neuen Flügel. Sofern wir einen gebrauchten bekommen, belaufen sich die Kosten inklusive Montage auf rund 10 000 Euro“, sagt Kurz.

Der Flügel stamme von einer Anlage, die nicht mehr im Betrieb ist. Qualitativ sei ein gebrauchter Flügel nicht schlechter als ein neuer, dafür erheblich billiger. Ein neuwertiges Ersatzteil koste ungefähr 50 000 Euro.

Sobald ein neuer Flügel vorhanden ist, beginnen die Reparaturarbeiten an dem Windrad. Burghard Kurz rechnet damit, dass es in ein bis zwei Wochen wieder in Betrieb genommen werden kann.

Seit 19 Jahren steht das damals 1,2 Millionen Mark teure Windrad auf dem Knüllköpfchen. Zu Beschädigungen kam es in dieser Zeit nicht. Ohnehin sei es laut Kurz sehr selten, dass ein Windrad durch äußere Einflüsse Schaden nimmt. „Es ist mir nicht bekannt, dass im gesamten Knüll etwas ähnliches schon mal passiert ist“, erzählt der Gesellschafter.

Windböen sind kein Problem

Das Material der Flügel von Windrädern sei sehr stabil, aber dennoch elastisch. „Da braucht es schon sehr starke Naturgewalten, damit ein Flügel beschädigt wird, wie einen Blitz“, sagt Kurz. Starke Windböen allein würden einem Windrad nichts ausmachen.

Angst, dass ein Flügel in einer Wohnsiedlung landen könnte, brauche niemand zu haben. „Wenn mal ein Teil abbricht, fällt es fast senkrecht hinunter. Maximal landet es 20 bis 30 Meter vom Windrad entfernt“, gibt Kurz Entwarnung.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.