Vertrag mit Pro Neukirchen wurde um ein Jahr verlängert

Der Weihnachtsmarkt in Neukirchen ist nur eine der Aufgaben von Pro Neukirchen: Eine Rückabwicklung der Zusammenarbeit schon bis zum Sommer will das Stadtparlament nicht. Foto: Archiv

Neukirchen. Bei einem Runden Tisch geht es am Dienstagabend um die Zukunft des Tourismus- und Marketingvereins Pro Neukirchen. Das Stadtparlament hat sich zugleich am vergangenen Donnerstagabend dafür ausgesprochen, dass der Vertrag zwischen der Stadt und dem Verein um ein Jahr verlängert wird.

Das bedeutete gegenüber dem Vorschlag aus dem Magistrat eine wesentliche Fristverlängerung der bisher zehnjährigen Zusammenarbeit mit Pro Neukirchen. Dieser Vorschlag sah vor, dass es nur noch ein halbes Jahr für die Dauer einer „Rückabwicklung“ weitergehen und die Stadt die Aufgaben wieder in Eigenregie mit einem neuen Stadtmanager übernehmen sollte. Das war, so Bürgermeister Klemens Olbrich, das Ergebnis intensiver Beratungen.

Parlament überrascht

Den Stadtverordneten aber erschien diese Marschroute zu hastig. Sprecher der Fraktionen zeigten sich überrascht und forderten mehr Zeit für den Austausch mit dem Verein. Zugleich wollten sie einer Absetzung des Tagesordnungspunktes nicht zustimmen.

Prädikat auf dem Prüfstand

Turnusmäßig stand die Verlängerung des Vertrages an, er wäre am Jahresende ausgelaufen. Im September hatte Pro Neukirchen um eine Aufstockung des Zuschusses von 45 000 Euro auf 54 000 Euro gebeten, um zwei Aushilfskräfte beschäftigen zu können. Bislang hat Pro Neukirchen eine eigene Mitarbeiterin, eine zweite ist aus der Stadtverwaltung abgeordnet. Den Hintergrund der Neuausrichtung bildet offenbar eine notwendige Neuausrichtung der Arbeit. Durch den gut frequentierten Wohnmobilpark und das Märchenhaus sind Mehrbelastungen entstanden. Vor allem aber muss die Stadt eine ganze Reihe von Hausaufgaben lösen, wenn sie das Prädikat Kneippheilbad nicht verlieren will. Von den Anlagen und kurmäßigen Anwendungsmöglichkeiten nach Kneipp bis zu den Seminar- und Gastroangeboten muss nachgebessert werden.

Das sagt der Vorsitzende

Mit der Lösung, dass es ersteinmal ein Jahr lang weitergehen wird und Ruhe und Zeit für Gespräche geschaffen wurde, ist Pro-Neukirchen-Vorsitzender Daniel Karwacki zufrieden. Wie er auf Anfrage unserer Zeitung sagte, ist der Verein „sehr an einer Verlängerung interessiert, es ist unser Ziel, weiterzumachen“. Laut Karwacki wurde zu kontrovers diskutiert und manches falsch verstanden, nun sei es an der Zeit , alles abzuklären.

Personell sei der Verein stärker gefordert, Stichwort Wohnmobilhafen und Auflagen für das Prädikat Kneippheilbad.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.