Über 400 Pistolen und Gewehre landeten bei der Polizei

Viele gaben ihre Waffen aus der Hand

Schwalm-Eder. Das Amnestiegesetz für illegale Waffen war im Schwalm-Eder-Kreis ein voller Erfolg. Über 400 Pistolen, Revolver, Karabiner, Munition und Stichwaffen aller Art landeten seit Juli bei der Polizei.

Dass sich über 220 Menschen im Landkreis von ihren Waffen trennten, hat einen Grund: Waffen konnten straffrei bei der Polizei abgegeben werden. Doch damit ist an Silvester Schluss. Dann müssen alle Besitzer illegaler Waffen mit zum Teil empfindlichen Strafen rechnen, sagt der Sprecher der Polizeidirektion Homberg, Reinhard Giesa.

Wer nämlich im neuen Jahr eine unangemeldete Waffe besitzt, verstößt gegen das Waffengesetz. Und das ist für den Staatsanwalt ein Grund für Ermittlungen.

Deshalb wohl wurde die Amnestie im Schwalm-Eder-Kreis gut angenommen. Zunächst seien es nicht meldepflichtigen Revolver und Gewehre gewesen, die abgegeben wurden. Doch dann wollten die Kreisbewohner – meist waren es Ältere – alles Mögliche los werden.

Abgegeben wurden Handfeuerwaffen, alte Familien-Erbstücke, Lang- und Jagdwaffen auch größeren Kalibers und Taschenpistolen. Auch Karabiner aus dem Ersten Weltkrieg waren darunter und solche Stücke, die vor 150 Jahre von Büchsenmachern gebaut worden waren. Doch Museen haben keine Chance, die Flinten zu bekommen. Denn der Eigentümer erhält eine Quittung, dass er die Waffe abgegeben hat. Notiert werden die Personalien des Eigentümers und die Herkunft der Gegenstände. Dann werden sie ins Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung in Wiesbaden geliefert und zerstört.

Straffrei bleiben Besitzer illegaler Schießeisen bis Jahresende. Kein Pardon gibt es für jene, die ein Maschinengewehr oder eine Handgranate im Keller haben. Im ersten Fall handelt es sich um einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, im zweiten gegen das Sprengstoffgesetz. Und dafür gibt es jeweils deutliche Strafen. Zum Tage

Von Rainer Schmitt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.