Die Stadt Neukirchen investiert in Kindergärten

Viele Geld für den Nachwuchs

Für Januar und Februar müssen in Neukirchen keine Kindergartenbeiträge gezahlt werden.
+
Für Januar und Februar müssen in Neukirchen keine Kindergartenbeiträge gezahlt werden.

Das Themenfeld „Kinderbetreuung“ beschäftigte die Stadtverordnetenversammlung in Neukirchen besonders. Der Beschluss zur Nichtentrichtung von Kostenbeiträgen durch die Eltern für die Monate Januar und Februar konnte noch schnell und einstimmig gefasst werden.

Klingelbach

Neukirchen. Zwar waren sich alle Fraktionen über die Notwendigkeit des Anbaus, gerade nachdem die Erzieherinnen ihre pädagogischen Arbeitsabläufe im Vorfeld schriftlich erläutert hatten, am Ende einig, doch ging es den Rednern vor allem noch darum, die eigenen Qualitäten am Entwicklungsprozess der Anbauentscheidung darzustellen. Manch einer verfiel gar in Wahlkampfgebaren. Am Ende setzte sich der Vorschlag des Bürgermeisters, den Anbau in Holzmodulbauweise durchführen zu lassen durch. Der Anbau soll so rund 90 000 Euro kosten und liegt damit unter dem einstigen Ansatz von 150 000 Euro.

Riebelsdorf

Weit drüber jedoch die Kostenberechnung für den Neubau des Kindergarten Riebelsdorf „Sausewind“. Der Bürgermeister hatte einen Beschlussvorschlag zur Weiterführung der vorbereitenden Arbeiten (Planung, Baugenehmigung, Ausschreibung und Vergabe) auf die Tagesordnung setzen lassen, den Bauausschuss im Vorfeld aber nicht beteiligt. So monierte vor allem die FDP-Fraktion das Fehlen von Informationen an und nachdem die Kostenberechnung von 3,9 Millionen Euro mündlich in der Sitzung nachgereicht wurde, stellte sich heraus, dass diese schon jetzt um 700 000 Euro über den eigentlichen Planungen liegen. Eine Fördermittelzusage gibt es bislang nicht, doch sei diese, so sicherte Bürgermeister Marian Knauff zu, auch nicht durch einen vorzeitigen Beginn gefährdet.

„Wenn uns am Ende die Fördermittel doch verwehrt werden, liegen wir 1,9 Millionen Euro über dem Ursprünglichen. Da müssen wir Detailplanungen kennen“, so Bauausschusssprecher Oliver Zimmermann. Nach zweimaliger Sitzungsunterbrechung wurde der Beschlussvorschlag dahingehend geändert, dass der Stadtverordnetenversammlung die Ergebnisse der Ausschreibung noch einmal vorzulegen sind. „Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und dürfen das Heft nicht aus der Hand geben“, hieß es aus den Fraktionen. Die Betriebserlaubnis für die alte Betreuungsstätte läuft hier wie auch bei der Kita Klingelbach zum 31. Juli aus.

Anliegerstraßen

Nicht ganz unstrittig auch das Thema der Erhöhung des städtischen Anteils des Erschließungsaufwandes von derzeit 10 auf 20 Prozent bei Neuausbau von Anliegerstraßen.

Während die einen die steigenden Ausgaben des Haushaltes anmerkten, wollten andere gerade im Hinblick der Abschaffung der Straßenbeiträge die Bürger auch hier gefördert sehen. „Viele Anwohner haben den Straßenausbau geschoben. Jetzt wird es eben teurer. Warum sollen jetzt alle Bürger dafür bezahlen?“, fragte Holger Arndt, Bündnis90/Die Grünen. Am Ende stimmten 18 Stadtverordnete für eine Erhöhung des städtischen Anteils, der den Haushalt 300 000 Euro kosten wird.

Von Regina Ziegler-Dörhöfer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.