Stadtsparkasse: Vorstand zieht positive Bilanz des Geschäftsjahres 2014

Viele mögen es langfristig

Zufrieden: Die Direktoren Reinhard Hooß und Wilhelm Bechtel mit Aufsichtsratsvorsitzendem Bürgermeister Dr. Gerald Näser (von links) blicken auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Foto: Rose

Treysa. Eine durchweg positive Bilanz für das Jahr 2014 - und damit das 170. Geschäftsjahr - zog jetzt die Stadtsparkasse Schwalmstadt bei einem Pressegespräch: Der Verwaltungsratsvorsitzende Bürgermeister Dr. Gerald Näser, Vorstandsvorsitzender Wilhelm Bechtel und Vorstandsmitglied Reinhard Hooß stellten das Zahlenwerk vor. Als besondere Herausforderung bewertete der Vorstand das weiterhin niedrige Zinsniveau.

„In diesem Umfeld konnte die Stadtsparkasse das betreute Kundenvermögen, einschließlich Wertpapierbestände, auf mehr als 178 Millionen Euro steigern, damit erreichten die Kundeneinlagen erstmals einen Wert von über 148 Millionen Euro“, sagte Bechtel. Die Anleger bevorzugten im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin kurzfristige Geldanlagen wie das Aktivsparen.

Bei den Krediten konnte im Bereich der Unternehmen und Privatpersonen ein Wachstum von nahezu drei Prozent erzielt werden. Eine wesentliche Rolle habe hierbei der Wohnungsbau mit einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gespielt.

Die Neuausleihungen im Kreditgeschäft betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt etwa 14,6 Millionen Euro.

Das Gesamtkreditvolumen der Stadtsparkasse konnte leicht gesteigert werden. „Wir profitieren von der Strategie, sicher und langfristig anzulegen. Und die kommt auch bei den Kunden. Im Bereich der Kundeneinlagen haben wir aktuell den höchsten Stand seit Bestehen der Sparkasse“, erklärte Bechtel. Die Bilanzsumme fiel 2014 etwas niedriger aus.

Jedoch habe sich das Eigenkapital in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, sagte Hooß. Damit habe die Sparkasse eine sichere Basis. „Bis 2019 wird die Bankenaufsicht für alle ein höheres Eigenkapital verlangen.“ Näser verdeutlichte, dass das ein Nachspiel der Bankenkrise sei: „Es ist ein wichtiger Mosaikstein, um Banken vor dem Kollaps zu schützen.“

Zufrieden mit Bilanzgewinn

Deshalb sei man sehr zufrieden, dass der Bilanzgewinn der Stadtsparkasse in diesem schwierigen Jahr den Wert des Vorjahres erreichte. Die günstigen Verwaltungsaufwendungen in 2013 konnten nicht noch einmal erreicht werden. Die Kostenquote stieg um etwa 80 000 Euro an, auf 67,4 Prozent: „Dieser liegt immer noch unter dem Durchschnitt vergleichbarer Sparkassen. Mit Blick auf die getätigten Investitionen sind wir damit zufrieden“, so Bechtel. In 2014 habe man man zudem viel Geld in Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter investiert.

Denn es gelte für alle Banken, die Regularien der Bankenaufsicht umsetzen,- gleich, auf wie viele Mitarbeiter sich diese Aufgaben verteilten. „Für kleine Banken ist das eine überproportionale Belastung“, sagte der Vorstand.

Mit Freude quittierte Näser die zu zahlende Gewerbesteuer: Sie liegt aktuell bei etwa 200 000 Euro. Mehr als 2000 Kunden nutzen das Online-Banking-Angebot: Neue Funktionen wie das elektronische Postfach - hier werden der komplette Schriftverkehr mit der Sparkasse inklusive Kontoauszüge bis zu zehn Jahre gespeichert - erleichterten die Verwaltung, erklärte Hooß.

Von Sandra Rose

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