Antje Siebrecht präsentierte papierne Reiseerinnerungen in der Kunsthalle

Voll Fröhlichkeit und Licht

Reisezeichen: Eine Komposition aus 365 gemalten Tagebuchblättern eines Jahreskreises auf handgeschöpften Papieren bildet den Mittelpunkt der Ausstellung: Künstlerin Antje Siebrecht konnte sich mit Kurator Dr. Rolf Luhn (rechts) und dem Ersten Beigeordneten Manfred Ries über zahlreiche begeisterte Besucher bei der Ausstellungseröffnung freuen. Foto: Mühling

Willingshausen. In der Willingshäuser Kunsthalle schien die Sonne aufzugehen. Da waren sich die Gäste der Eröffnung von Antje Siebrechts Ausstellung mit dem Titel „Reisezeichen – Suche nach dem Paradies“ im Gerhardt-von-Reutern-Haus einig.

Begeistert betrachteten 70 Kunstinteressierte die Papiercollagen der Kasseler Künstlerin und ließen die Ästhetik der Farben, Formen und Kompositionen auf sich wirken. Zahlreiche Freunde und Bekannte aus Kassel waren in das Schwälmer Malerdorf gekommen, um bei der Ausstellungseröffnung dabei zu sein.

Der Titel der Ausstellung begleitet Antje Siebrecht seit ihrer Studienzeit. Ihre Arbeiten spiegeln sowohl das Unterwegssein als auch eine unstillbare Sehnsucht nach dem Paradies wider.

Ihre Papiersammlung, zusammengetragen aus allen Teilen der Welt, besteht aus handgeschöpften Papieren, Handschriften, Notenblättern, Tapeten, Architekturzeichnungen und Seekarten. In ihrem Kasseler Atelier entstehen dann Collagen – ihre papiernen Erinnerungen und Stimmungslandschaften, die stets konkreten Orten und Erlebnissen zugeordnet werden können.

„Man spürt in ihren Bildern die große Leidenschaft, die sie lebt und in ihrer Kunst ausdrückt,“ beschrieb Kurator Dr. Rolf Luhn, Geschäftsführer des Hessischen Museumsverbandes und Leiter der Kulturförderung der Sparkassenversicherung Siebrechts lichtfrohe Werke in seiner Einführung. Die freundlichen Bilder brächten den Betrachter weg von den schwierigen Themen unserer Zeit, sie seien Bilder gegen eine Weltsicht aus der Schattenperspektive. Man sehe, Provinz ist nur in den Köpfen, nicht in der Kunst, sagte Luhn.

Schönes zeigen

Diesen Eindruck teilten auch die Besucher. Ilse Hosemann aus Treysa war fasziniert von den strahlenden Farben. „Gerade in der heutigen Zeit mit all den Problemen sollte man Schönes zeigen“, meinte die Kunstliebhaberin. Auch Burkhardt Meyer, ehemaliger Pfarrer aus Kassel, sieht in dem Kontrast zu den ernsten Themen ein trotziges, vielleicht sogar christliches, Licht gegen die Dunkelheit.

Von Isa Mühling

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