Neues Bronzemodell der Ziegenhainer Festung auf dem Paradeplatz enthüllt

Wallgraben als Silhouette

Detailgetreu: Die Besucher sollen einen umfassenden Einblick in die Ziegenhainer Festungsanlage bekommen.

Ziegenhain. Den Ziegenhainer Paradeplatz schmückt ein neues Bronzemodell der Festung. Am Mittwoch, pünktlich zu Beginn der Salatkirmes, wurde das Werk des Treysaer Künstlers Lutz Lesch enthüllt und eingeweiht. Realisiert wurde die Idee vom Arbeitskreis Festung. Dort, wo bis Mitte der 1970er-Jahre das Kriegerdenkmal in Gestalt einer weinenden Frau stand – von der Einweihung 1924 existieren noch etliche Fotos – sollte nun ein typografisches Stadtmodell Gestalt annehmen.

Für die Umsetzung der Idee waren Sponsoren nötig. Die Kreissparkasse, der Lions-Club und die Stadt unterstützten das Projekt. Mit Lutz Lesch wurde ein Schwälmer Künstler beauftragt, dessen Figuren beide Stadtteile bereits seit Jahren schmücken. „Die Stadtansicht soll mithilfe des Modells nicht nur für sehende Gäste erlebbar gemacht werden, sondern auch Blinden einen Zugang verschaffen“, erläuterte der Vorsitzende des Arbeitskreises Bernd Völker. Das Modell ruht auf einer Sandsteinsäule, die von Andreas Wollenschläger geschaffen wurde. Die Montage des Sockels und der Sandsteinplatte sowie Pflasterarbeiten übernahmen Mitarbeiter des Städtischen Bauhofes. „Die Gestaltung ist wie aus einem Guss“, lobte Völker.

Alle Gebäude auf einen Blick

Zu sehen sind im Modell alle wichtigen Gebäude sowie die Silhouette des Wallgrabens. „Das Modell soll Lust machen, die Festung zu besuchen“, erläuterte der Vorsitzende. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt 14 000 Euro.

5000 Euro flossen aus der Kulturstiftung der Kreissparkasse an den Arbeitskreis. „Als das Ehepaar Ruß-Aigner mir die Idee vorstellte, hat mich ihre Begeisterung angesteckt. Wir finden, dass das Geld hier gut angelegt ist“, sagte Dirk Siemon, Direktor in Ziegenhain. Weitere 3000 schoss der Lions-Club hinzu. „Das Geld haben wir überwiegend durch den Bücherverkauf auf dem Ziegenhainer Weihnachtsmarkt gesammelt“, sagte deren Präsident, Dr. Gerald Näser. Das Modell garantiere ein tolles Gefühlserlebnis.

Den Löwenanteil – die restlichen 6000 Euro – trägt das Arbeitskreis. Das Modell sei eine schöne Ergänzung zu dem großen Festungsmodell im angrenzenden Museum.

Von Sandra Rose

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