Scheunenwand stürzte ein

Wand einer Scheune stürzte mit lautem Knall ein: Massenhaft Schutt im Nachbargarten

Schwalmstadt/Allendorf/L. Mit einem gewaltigen Knall wie bei einer Explosion ist am Sonntag in Allendorf/L. die Giebelwand einer baufälligen Fachwerkscheune eingestürzt, Trümmer begruben Teile des angrenzenden Gartengrundstücks, zerstörten einen Zierteich und das Dach eines Gartenhauses. Bauschutt türmt sich auf dem zuvor gepflegten Freizeitgrundstück der Schmerers.

Dass die Scheune des seit Jahren verlassenen Anwesens einzustürzen droht, war vielen bestens bekannt. Erst vor gut vier Wochen war das Dach eingebrochen. Anlieger Schmerer wandte sich hilfesuchend an die Bauaufsicht Homberg, schließlich holte er voller Sorge die Polizei, die ebenfalls ans Homberger Bauamt Meldung machte.

Vizelandrat Jürgen Kaufmann betonte im Gespräch mit der HNA, dass der Bauaufsichtsmitarbeiter vergangene vor Ort ein Nutzungsverbot für den gefährdeten Gartenbereich ausgesprochen und die Lage sehr wohl als riskant eingeschätzt habe.

Viele Menschen wussten um die kritische Situation dort. Ortsvorsteher Reinhard Otto berichtete unserer Zeitung, dass die Baufälligkeit am 19. Juli im Ortsbeirat wiederholtes Thema war, das Gremium sei sehr besorgt gewesen und habe das Ordnungsamt informiert. Otto: „Heute wissen wir, dass das Objekt gesichert und zwangsabgerissen hätte werden müssen.“ Allerdings habe es viele Fragezeichen rund um die rechtliche Situation gegeben, „wer ist zuständig, wer bezahlt, wie boxt man sein Recht hier durch“?

Scheuneneinsturz in Allendorf/Landsburg

Die Stadtverwaltung Schwalmstadt hatte noch am 27. Juli die Warnung einer Allendörferin erhalten und die Frau informiert, dass die Homberger Bauaufsicht zuständig sei – öffentliche Verkehrsflächen seien nicht gefährdet gewesen. Die Polizei habe wenig später mitgeteilt, dass ein umgehender Ortstermin mit dem Bauaufsichtsamt angesetzt sei. 

Doch das alles half nichts, Anneliese Schmerer, der das Nachbarhaus gehört, bereitet das Unglück – bei dem niemand verletzt wurde – Schlaflosigkeit. „In der Nacht zum Montag bin ich nur von Fenster zu Fenster gewandert, weil ich dachte, es geht noch weiter“, erzählt die 74-Jährige am Tag nach dem Knall noch immer sichtlich schockiert.

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Rubriklistenbild: © Großpietsch

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