Marsch entlang der Schwalm

Wandern extrem: In 24 Stunden über 100 Kilometer

Extrem-Wanderer stellen sich vor dem 102 Kilometer langen Marsch entlang der Schwalm zum Gruppenfoto auf. Coronabedingt mit Abständen.
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Den Lauf der Schwalm erkundete eine Wandergruppe Spielvereinigung Zella/Loshausen westlich von Bad Hersfeld

In nur einem Tag erkundet eine Gruppe einen Fluss von der Quelle bis zur Mündung. Und legt eine enorme Strecke zurück.

Willingshausen - Über 100 Kilometer in 24 Stunden. Und das in Corona-Zeiten. Um solch eine Strecke zu Fuß zu bewältigen, muss man schon ein bisschen verrückt sein. Eine Gruppe von begeisterten Langstreckenläufern, Wanderern und Marschierern stellten sich der Herausforderung „Extrem-Wandern".

Dabei taten die Freizeitsportler nicht nur etwas für Ausdauer und Gesundheit, sondern lernten gewissermaßen im Vorbeigehen auch noch etwas über ihre Region um Willingshausen westlich von Bad Hersfeld. Heimatkunde mal ganz anders: Bei dem von der Spielvereinigung Zella/Loshausen (Ortsteile von Willingshausen) initiiertem „Extrem-Wandern“ erkundeten die Teilnehmer die Schwalm von der Quelle bis zur Mündung an der Eder. Unter anderem über die sozialen Medien war für das Vorhaben geworben worden.

Der beste Weg um die Schwalm zu erkunden sei es, dem Radfernweg R4 auf dem 102 Kilometer langen Teilstück Schwalmradweg zu folgen, hieß es in einer Mitteilung der Organisatoren. Schnell war man sich einig die Strecke zu Fuß und nicht mit dem, dass Fahrrad zu absolvieren.

Extrem-Wandern in Corona-Zeiten: Marsch durch die Nacht westlich von Bad Hersfeld

Einfach kann jeder, daher entschieden sich die Marschierer, die Strecke westlich von Bad Hersfeld innerhalb von 24 Stunden abzulaufen. Gestartet wurde abends um 18 Uhr an der Quelle im Vogelsbergkreis zwischen den beiden Ortschaften Köddingen und Meiches im Wald gelegen.

Der Start wurde den aktuellen Corona-Abstandsregelungen entsprechend durchgeführt. Da sich der Tross der 24 Teilnehmer aufgrund unterschiedlicher Laufgeschwindigkeiten bereits nach den ersten Metern weit auseinandergezogen hatte, konnten die Regeln immer eingehalten werden.

Die Verpflegung beim Wandern hatte jeder Teilnehmer selbstverantwortlich organisiert, es gab keine offiziellen Verpflegungsstellen. Man habe auch in dieser Sache auf Corona-Abstand -und Hygieneregeln achten müssen und auch wollen, betonen die Organisatoren.

Von der Quelle bis zur Mündung: Lauf der Schwalm

Der lange Marsch entlang der Schwalm offenbarte den Teilnehmern beeindruckende Landschaften Schöne Ortschaften luden zum Genießen ein und manchmal vergasen die Marschierer nach eigenen Angaben fast, wie anstrengend das Laufen ist. Nach 42 Kilometer erreichte die Gruppe im Mondlicht das Etappenziel Zella (Willingshausen westlich von Bad Hersfeld) direkt an der Schwalm gelegen.

Extrem-Wandern in Corona-Zeiten: Ankunft am Nachmittag

Das wohl schönste Erlebnis bei diesem Wandern sei gewesen, wenn man aus der Nacht, der Dunkelheit in den Tag, in den Sonnenaufgang hineinlaufe, scheiben die Organisatoren: „Ein optischer Leckerbissen, den wir zwischen Schwalmstadt-Dittershausen und Neuental-Schlierbach erlebten.“

Gegen Mittag passierte die Marschgruppe Gombeth. Völlig erschöpft, teilweise mit Blasen an den Füßen, aber überaus glücklich und stolz erreichte die Gruppe zwischen 15.30 und 16.30 Uhr schließlich die Mündung der Schwalm bei Rhünda, Stadtteil von Felsberg, westlich von Bad Hersfeld. Dort wo sich Schwalm und Eder küssen.

Interessierte, die nicht die gesamte Strecke laufen wollten, hatten die Möglichkeit am Samstag um 9 Uhr die Strecke von der Quelle bis nach Zella über 42 Kilometer zu laufen – 15 Teilnehmer nutzen das Angebot, die alle samt zufrieden und positiv von Eindrücken und Erfahrungen berichteten. Insgesamt sei es eine rundum tolle Sache gewesen, die man definitiv wiederholen werde, so die Veranstalter. Vor allem nach der Corona-Pandemie. mha

Alle aktuellen Entwicklungen der Pandemie in der Region gibt es in unserem Corona-Ticker für Kassel und Umgebung.

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