Bei einer Übung zusammen mit Hessenforst wurde das Anfahren der Forstrettungspunkte geübt

Wasser im Rundverkehr

Das Opfer war mit dem Rad gestürzt: Mimin Anne Klemp wird gerettet. Foto: privat

Gilserberg. Bei einer gemeinsamen Übung der Gilserberger Wehren und Hessenforst wurde ein Flächenbrand im Wald in der Nähe der Ruine Schönstein angenommen. Zusätzlich musste eine verletzte Person aus unwegsamen Gelände gerettet werden.

Alle Hochlandwehren mit wasserführenden Fahrzeugen wurden alarmiert. Die ersteintreffende Wehr aus Schönstein übernahm zunächst die Versorgung der verletzten Person und bereitete den Löschangriff mittels D-Schnellangriffstasche vor. Unterstützt wurde sie später bei der Rettung des Opfers von der Feuerwehr Lischeid. Laut Szenario handelte es sich um eine Mountainbike-Fahrerin, die das Feuer bemerkt hatte und deshalb gestürzt war.

Schnell und routiniert teilten sich die insgesamt 31 Rettungskräfte in zwei Einsatzabschnitte auf: Eine Gruppe kümmerte sich um die verletzte Mountainbike-Fahrerin. Die zweite Gruppe leitete die Brandbekämpfung ein. Die Feuerwehren aus Heimbach, Itzenhain/Appenhain, Gilserberg und Sebbeterode sorgten laut Pressebericht für die Wasserversorgung.

Da in dem unwegsamen Gelände kein Hydrant und auch kein offenes Gewässer zur Verfügung stehen, wurde der neue, im Ortsteil Itzenhain stationierte Waldbrandbehälter der Gemeinde zum Einsatz gebracht. Da die meisten Waldwege keinen Gegenverkehr zulassen, wurde ein weiträumiger Rundverkehr errichtet, damit der Behälter mit Hilfe der Fahrzeuge im Kreisverkehr befüllt werden konnte. Daraus wurde das Wasser an die Einsatzstelle gepumpt.

Neben der Sicherstellung der Wasserversorgung im Wald wurden bei dieser Übung vor allem die Zusammenarbeit mit Hessenforst und das Anfahren der Forstrettungspunkte geübt.

Bei der anschließenden Abschlussbesprechung zeigten sich neben den Organisatoren auch Gemeindebrandinspektor Markus Böse und Michael Hickmann von Hessenforst, der der Übung beobachtet hatte, zufrieden. Die Leitung hatte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Oliver Neuwirth.

Eineinhalb Stunden nach Alarmierung hieß es: „Person gerettet. Feuer gelöscht. Übung beendet!“ (aqu)

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