Kleine Galerie in der Carl-Bantzer-Schule präsentiert Werke rund um die Märchenfigur

Wege zum Rotkäppchen

Ausstellung: Annabell Haner und Jana Riebeling zeigen ihre Vorstellung vom Rotkäppchen.

Ziegenhain/Frielendorf. Das Rotkäppchen – das Symbol der Schwalm – stand am Sonntagvormittag in der Carl-Bantzer-Schule (CBS) in Ziegenhain im Mittelpunkt. Denn dort wurde die 16. „Kleine Galerie in der Schule“ in Ziegenhain eröffnet, bei der sich alles um die Märchenfigur dreht.

Unter der Leitung von Ingrid Paschek-Becker, Denise Hennighausen und Evemarie Klein hatten sich Schüler der Klassen 5 bis 10 der CBS und der Ohetalschule Frielendorf-Verna über ein Jahr lang der maßgeblich durch die Brüder Grimm bekannt gewordenen Märchenfigur künstlerisch genähert.

Dabei entstanden kleine und große Kunstwerke rund um das Rotkäppchen in Form von Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen und Malereien. „Die Schüler sollten bei dem Projekt Kunsttechniken kennen und anwenden lernen. Die Auswahl der Kunstwerke für die Ausstellung fiel uns wirklich schwer“, erklärte Paschek-Becker.

Die Schwalm bezeichnet sich selber als Rotkäppchenland, daher sei es naheliegend gewesen, dass sich die Schüler mit der berühmten Märchenfigur beschäftigten. Die Kunstwerke spiegelten das facettenreiche Bild des kleinen Mädchens wider, sagte die Direktorin der CBS, Heidrun Elborg, zur Eröffnung.

Laudator Wolfgang Marek gab den Ausstellungsbesuchern einen Einblick in die Welt der Märchen. Aus pädagogischer Sicht sei heute so manches Märchen zwar mitunter zweifelhaft, aber der Wolf hätte wohl auch mithilfe eines Ernährungsberaters nicht von seinem schändlichem Vorhaben abgelassen, referierte der Lehrer mit einem Augenzwinkern. Darüber hinaus dürften in der kindlichen Fantasie die Bösen durchaus auch mal bestraft werden.

Es folgte eine von der Klasse 7aG gespielte moderne Interpretation des Märchens: Das mehrsprachige Rotkäppchen und der einfältige Wolf. Mit Smartphone bewaffnet warnte Felizia Werner als Rotkäppchen die Großmutter vor dem von Hinrich Morsch gespielten Aushilfswolf aus Rumänien. Am Ende des Theaterstücks wurde das englischsprachige Untier vom herbeieilenden Jäger betäubt und in den Wildpark Knüll zu seinem Artgenossen verfrachtet.

Der Chor der Klassen 5 unter der Leitung von Michael Rohrstock beendete die Ausstellungseröffnung mit dem „Dracula Rock“ und das durch die WM 2014 bekannte Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani.

Im Anschluss bestand bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit, die vielfältigen Schülerarbeiten zu betrachten und mit den jungen Künstlern ins Gespräch zu kommen.

• Die Ausstellung kann bis zum 20. März von 7.30 bis 15.30 Uhr an Schultagen besichtigt werden.

Von Matthias Haaß

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