30 Jahren Jugendfeuerwehr und Maibaum-Aufstellen in Grebenhagen

Wehr kann doppelt feiern

Macher der Feuerwehr Grebenhagen: Andreas Körper (von links), Herbert Maeckel, Dirk Marx und Arndt Hildebrand. Foto: Haaß

Grebenhagen. In diesem Frühjahr kann die Feuerwehr Grebenhagen gleich doppelt feiern. Seit 30 Jahren stellt die Feuerwehr in dem Schwarzenborner Stadtteil den Maibaum auf und ebenfalls seit 1985 gibt es eine Jugendfeuerwehr.

Die Initiative zur Gründung der Jugendfeuerwehr sei aus den Reihen der Dorfjugend an ihn herangetragen worden, erzählt der ehemalige Wehrführer Herbert Maeckel: „Auf die Idee ist die Feuerwehr nicht selber gekommen.“

Obwohl die Feuerwehr Grebenhagen bis 1988 nur über einen von einem Traktor gezogenen Tragkraftspritzenanhänger verfügte, wuchs die Mitgliederzahl in der Jugendfeuerwehr rasch an. Ihre Hochphase erlebte die Jugendabteilung in den 80er- und 90er-Jahren. „Bei den klassischen Wettkämpfen waren wir nicht so erfolgreich, aber bei den Geländespielen haben wir immer abgeräumt“, erinnert sich der heutige Kassierer Dirk Marx. Auch der Besuch von Museen, Freizeitparks und Zeltlagern gehörte neben der Feuerwehrausbildung zum Programm der Jugendfeuerwehr.

Die Gründungsgruppe von 1985 hält der Feuerwehr bis heute die Treue. Als Mitglieder der 19 Mann umfassenden Einsatzabteilung oder Fördermitglieder gewährleisten und unterstützen sie den Brandschutz in Grebenhagen. Die Jugendfeuerwehr befindet sich seit drei Jahren im Dornröschenschlaf. Zurzeit engagieren sich nur zwei Kinder. Wo wenig Menschen leben, sei es natürlich schwieriger Nachwuchs zu rekrutieren, bedauert Wehrführer Arndt Hildebrand.

Mit dem traditionellen Maifest finanziert die Feuerwehr Grebenhagen ihre Vereinsaktivitäten und beschafft zusätzliche Ausrüstungsgegenstände für die Einsatz- und Jugendabteilung. Unter anderem wurde die Erstausstattung der Jugendfeuerwehr aus dem Einnahmen der Maifeier bezahlt. „Wir wollten etwas für die Feuerwehr und fürs Dorf machen. Nach der dritten Flasche Bier auf der Vorstandssitzung kam dann die Idee für den Maibaum“, erinnert sich Herbert Maeckel.

Gleich im ersten Jahr sei das Aufstellen des Maibaums fast ausgefallen, erzählt der ehemalige Wehrführer: „Morgens kam jemand und sagte: Der Baum ist weg. Wir sind dann kurzerhand in den Interessentenwald haben einen neuen Maibaum geschlagen. Den anderen haben wir aber auch wiedergefunden und so hatten wir zwei Bäume.“ Der oder die Diebe haben sich bis heute nicht offenbart.

Gemeinsam mit dem Ortsbeirat ist die Feuerwehr der Motor im Dorf. Wenn die Feuerwehr nicht funktioniert, funktioniert das dörfliche Leben nicht, sind sich alle sicher.

Von Matthias Haass

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