Förderkreis sammelt Geld für die Sanierung des Merzhäuser Gotteshauses

Weiter Weg zur Frischekur

Merzhausen. Ein trauriges Bild gibt die Merzhäuser Kirche ab: Muff wabert durchs Kirchenschiff, Putz bröckelt von den feuchten Wänden, Regen dringt durchs Dach. Nur einige Stichworte, die eine Sanierung des Gebäudes dringend notwendig erscheinen lassen. Die ersten Schritte dazu sind bereits getan. Merzhäuser Gemeindemitglieder gründeten einen Förderkreis. Der will die Renovierung vorantreiben.

Pfarrer Markus Wagner-Breidenbach nennt das nächste Ziel des Gremiums: Die Kirchengemeinde möchte mit dem Projekt von der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche vom Kurhessen-Waldeck gefördert werden. Dazu muss Spendengeld eingesammelt werden. Das würde dann von der Landeskirche verdoppelt.

Der Förderkreis arbeitet dazu eng mit Kirchenvorstand und -gemeinde zusammen. Bis jetzt setzt er sich aus zehn Mitgliedern zusammen. Auf dem Spendenkonto hat sich bereit einiges getan: Zugunsten der Kirchensanierung frühstückten die Merzhäuser beim Erntedankfest gemeinsam, und beim Nikolausmarkt wurden an einem Stand Tassen mit der Kirchenansicht unters Volk gebracht.

So soll es aktiv weiter gehen im kommenden Jahr. Geplant sind nach Angaben von Pfarrer Wagner-Breidenbach zum Beispiel ein Auftritt der Don Kosaken (6. Februar) in der Kirche und ein Benefizkonzert (24. April) in der Antreffhalle. Außerdem wird der Förderkreis ein Gemeindefest organisieren.

Auch nach Start der Bauarbeiten wollen die Förderkreismitglieder, aber auch andere ehrenamtliche Helfer die Ärmel hochkrempeln: Bei der Gestaltung des Kirchenraumes werden die Merzhäuser selbst Hand anlegen.

300 000 Euro müsste die Kirchengemeinde für die Renovierung insgesamt aufbringen, schätzt der Merzhäuser Pfarrer. Davon gingen allein für den ersten Bauabschnitt, die Dachsanierung, 150 000 Euro drauf. Da wäre der Zuschuss aus dem Kirchenerhaltungsfonds natürlich äußerst willkommen, sagt Wagner-Breidenbach.

Neben dem Spendenaufkommen sieht der Pfarrer einen weiteren positiven Effekt: „Die Gemeindemitglieder rücken enger beisammen, indem sie sich für ihre Dorfkirche stark machen.“

Von Sylke Grede

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