Ab nächsten Winter: Weniger Qualm in Mengsberg

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Bei minus 12 Grad wurde die acht Kilometer lange Trasse und die Hausanschlüsse mit GPS eingemessen: von links Georg Stegemann (Projektentwickler Viessmann), Volker Helfenbein (Projektleiter Mengsberg Viessmann), Jan v. Holten (2. Vorsitzender Reit- und Fahrverein), Christoph Heidrich (Student Viessmann) und Karlheinz Kurz (Vorstand Energiegenossenschaft Mengsberg).

Mengsberg. Die Energiegenossen rüsten sich für den Baustart des Nahwärmenetzes. Im nächsten Winter werden 140 Schornsteine weniger qualmen.

Nur noch aus einem wird der Rauch aufsteigen - und zwar aus dem Kamin der Heizzentrale von der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg eG. So berichtet Ortsvorsteher und Vorstandsmitglied Karlheinz Kurz.

Die Vorbereitungen zum Anschluss der bisher 140 Häuser, darunter auch die Schule mit zwei Gebäuden, die Sporthalle, das Feuerwehrhaus, das Hallenbad, die Reithalle und das Sporthaus des TSV, sind abgeschlossen. Die Genossenschaft und ihr Generalunternehmer, die Firma Viessmann, setzen auf die kostenlose Wärme der Sonne. Mit einem großflächigen Solarthermiefeld (3000 Quadratmeter) an der Heizzentrale und Pufferspeichern mit bis zu 300 Kubikmetern Inhalt wird die Grundlast der Wärme erzeugt und vorgehalten. Bei längeren kalten sonnenlosen Perioden wird ein Holzhackschnitzel-Kessel mit 1100 Kw automatisch dazu geschaltet.

Lange Hauptleitung 

Die Trassenplanung der acht Kilometer langen Hauptleitung durch Mengsbergs Straßen ist festgelegt und die Gutachten für den Betrieb der Heizanlage und des Netzes sind durch Planungsbüros erstellt worden, darunter z.B.: Immisionsschutzgutachten, Geruchsgutachten, Schornsteingutachten, Bodengutachten und Naturschutzgutachten. Der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan sind zur Genehmigung vorgelegt.

In diesem Winter qualmt es noch mächtig in Mengsberg: Im Winter 2017/18 soll für jetzt 140 Kamine nur noch der Schornstein der Heizzentrale gefilterten Rauch aufsteigen lassen.

Im Moment kann noch jeder interessierte Hausbesitzer den Anschluss seiner Immobilie bei der Genossenschaft anmelden.

„Noch ist das möglich“, sagt der Vorstand und bei den im Moment steigenden Heizölpreisen wieder lukrativ und nachhaltig. Wenn die Leitung erst am Haus vorbei gelegt ist und der Graben geschlossen - dann ist das nur noch mit ganz erheblichen Kosten für den Anschlussnehmer verbunden.

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