Wandmalerei in der Kirche in Rückershausen: Kostbare Bilder entstanden bereits im Jahre 1559

Wertvolles an der Kirchenwand

Bewunderten die Malerei: von links Erika Schneider, Vorsitzende des Seniorenbeirats Neukirchen, sowie Hildegard und Ewald Kröger in der Rückershäuser Kirche. Foto: Krämer

Rückershausen. „Wenn man durch den Ort fährt, dann weiß man gar nicht, was hier für ein Schatz vergraben ist.“ Mit diesen Worten begrüßte Hildegard Kröger die Gäste in der Kirche in Rückershausen. Die Frau des ehemaligen Pfarrers Ewald Kröger übernahm den Vortrag von Pfarrerin Sabine Georges, die kurzfristig absagen musste. Johann Heinrich Kurz vom Seniorenbeirat Rückerhausen hatte den Treff organisiert.

In ihrem Vortrag über die kostbaren Wandmalereien erzählte Hildegard Kröger über die Entstehung, warum sie verschwanden und wann sie neu entdeckt wurde: „Die Inschrift auf der Wand zeigt, dass die Malereien seit 1559 die Wände rund um den Altar in der Kirche schmücken.“ Bis Anfang des 17. Jahrhunderts konnte man die kräftigen Farben betrachten.

Geburt und Auferstehung

Unter Landgraf Moritz von Hessen verschwanden die kostbaren Bilder, die die Geburt Jesu, seine Leidensgeschichte und die Auferstehung zeigen, und schlummerten dort bis in die 1950er-Jahre: „Mein damaliger Pfarrer in meiner Konfirmandenzeit zeigte uns erstmals ein paar Stellen, an denen die Wandfarbe abgeblättert war.“ Bis zur Renovierung dauerte es nach dem Fund nicht lange: „Bereits 1961 kamen Fachleute nach Rückershausen und befreiten die Bilder von der überdeckenden Farbschicht.“

Von Lukas Krämer

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