Die Kreisdeligierten des Roten Kreuzes trafen sich in der Antreffhalle in Merzhausen

Der Wille zum Helfen

Führungsriege: Auf der Delegiertenversammlung wurde Dr. Carsten Bismarck (Zweiter von links) zum Beisitzer gewählt und Karsten Kleimann als JRK-Kreisleiter bestätigt. Links Kreisgeschäftsführer Manfred Lau, rechts Kreisvorsitzender Winfried Becker. Foto: Haaß

Merzhausen. Delegierte aller DRK-Ortsvereine aus dem Schwalm-Eder-Kreis trafen sich in Merzhausen zur jährlichen Kreisversammlung. Nicht nur wirtschaftlich stehe der DRK-Kreisverband Schwalm-Eder sehr gut da, so der Tenor des Abends.

Mitglieder

Der Kreisverband zeigte sich in den einzelnen Berichten modern, gut organisiert, gut strukturiert und gut ausgebildet. Kreisvorsitzender Winfried Becker konnte zufrieden auf das Jahr 2014 zurückblicken. Lediglich bei der Zahl der Aktiven musste das DRK einen Rückgang von 23 auf 929 Helfer verzeichnen. „Auch wir unterliegen dem demografischen Wandel“, mahnte Becker.

Flüchtlinge

Auch wenn es in den Jahresberichten überwiegend um das Jahr 2014 ging, blitzte immer wieder die aktuelle Flüchtlingssituation in den Beiträgen durch. So berichtete Kreisgeschäftsführer Manfred Lau unter anderem von der überwältigenden Zahl von Kleiderspenden, welche das DRK in den vergangenen Monaten erreichten und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern: „Ich bin schon gespannt auf die Zahlen für dieses Jahr.“

Einsätze

Lau sieht Mitarbeiter und Mitglieder des DRK trotz zahlreicher Einsätze nach wie vor motiviert. Egal ob Haupt- oder Ehrenamt, die Stimmung sei, klasse und der Wille zum Helfen da. „Gerade was in den vergangenen Wochen geleistet wurde, ist sagenhaft“, erklärte der Kreisgeschäftsführer. Beim Thema Flüchtlinge wechselte Winfried Becker immer mal wieder von seiner Funktion als Vorsitzender des DRK Schwalm-Eder in die Rolle des Landrats und schlug den

Bogen zur aktuellen Situation im Kreis.

Engagement

Das Kreisoberhaupt würdigte ausdrücklich das Engagement aller ehrenamtlichen Helfer. Es sei unglaublich, was Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr, THW und anderer Hilfsorganisationen gerade in Schwarzenborn, aber aktuell auch in Ziegenhain und Fritzlar innerhalb weniger Tage geleistet haben. „Unsere Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Freiwilligen verlassen. Wenn man in solchen Notlagen ist, sieht man erst, ob der Katastrophenschutz funktioniert - bei uns funktioniert er“, sagte der Landrat.

Winfried Becker informierte die Delegierten darüber, dass der Betrieb der Notunterkunft Chinapark Ziegenhain und vermutlich auch der Notunterkunft in Fritzlar vom Roten Kreuz übernommen wird. Dort seien dann auch wieder die Ehrenamtlichen in den Betreuungs- uns Sanitätszügen gefordert, erklärte der Kreisvorsitzende. Weit in die Zukunft wollte und konnte Becker nicht sehen: „Wie es weiter geht, kann keiner sagen.“

Von Matthias Haaß

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