E-Mobilität im Rotkäppchenland

Erste von 19 Auto-Ladesäulen  steht am Reuternhaus

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Startschuss: Die Organisatoren, Sponsoren und Bürgermeister der Mitgliedskommunen trafen sich gestern in Willingshausen.

Willingshausen. Die ersten Schritte in Richtung E-Mobilität im Rotkäppchenland sind gemacht: Am Donnerstag wurde die erste von insgesamt 19 Ladesäulen in Willingshausen vorgestellt. Sie steht vor dem Gerhard-von-Reutern-Haus.

„Weitere sollen in den kommenden Wochen in umliegenden Kommunen an touristisch markanten Punkten installiert werden“, erklärte Karl-Heinz Vestweber, Vorsitzender des Tourismusservice Rotkäppchenland.

Wer mit einem Elektromobil unterwegs sei, könne sich künftig auf eine flächendeckende Ladeinfrastruktur verlassen. Zur Vorstellung des Projekts trafen sich die Organisatoren, die Bürgermeister der Mitgliedskommunen sowie die Sponsoren. „Dank der Unterstützung unseres Hauptsponsors Eon Mitte, des technischen Sachverstandes der Firma Gespa und der Förderung durch die EAM ist es gelungen, hier in der Region die Infrastruktur für eine neue Technologie zu schaffen“, sagte Vestweber. Dies sei ein weiterer Schritt, um die Tourismusfreundlichkeit der Region zu steigern.

Zeichen setzen in der Region

Robert Eberlein vertrat seinen erkrankten Onkel Karl-Walter Eberlein vom Projektpartner Gespa. Er hatte vor etwa zwei Jahren die Idee für mehr Elektromobilität in der Schwalm angestoßen. Eberllein erläuterte zwei wichtige Signale der Säulen: „Das unverwechselbare Erkennungszeichen der Rotkäppchen-E-Ladesäulen ist die rote Betzel der Schwälmer Tracht. Wichtig ist uns dabei, dass der Strom für die Nutzer dieser Säule kostenlos gezapft werden kann.“ Sicher gäbe es weit aufwendigere und technisch fortgeschrittenere Säulen, aber diese Konstruktionen sollten in der Region zunächst ein Zeichen setzen. Als Verteter aller Bürgermeisterkollegen erklärte Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner, er halte sich da an ein Sprichwort: „Lieber unvollkommen begonnen als perfekt gezögert.“ In Oberaula seien drei Ladesäulen vorgesehen. Ein Elektroauto werde demnächst für den Bauhof angeschafft.

Am Netz: Die Rotkäppchen Elisa Vesper (links) und Anna Plag steckten bei der Vorstellung des Projektes zum ersten Mal den Stecker in die neue Ladesäule für Elektroautos.

Laut Heidrun Englisch, Geschäftsführerin des Rotkäppchenlandes, sind weitere Standorte geplant. „Gern stellen wir uns der Herausforderung, mit Elektroautos die Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen anzusteuern.“ Erste Ideen für Ausflüge oder ein Leihkonzept seien in Arbeit. Die Kosten für den Strom trage entweder die Kommune oder ein Gastwirt, auf dessen Grundstück ebenfalls eine Säule stehen könne.

Ein sechsstündiger Ladevorgang würden etwa drei Euro kosten, erklärte Thomas Keil, Leiter des Eon Mitte-Regionalzentrums. Die Nutzung der Elektromobilität biete eine große Chance für den Klimaschutz, da E-Autos bereits heute weniger Kohlendioxid produzierten als Verbrennungsmotoren. Intensiver darstellen ließe sich das auf einem E-Fahrertag im Rotkäppchenland, geplant im kommenden Jahr.

Hintergrund: EAM unterstützt und finanziert das Projekt

Der Verein Tourismusservice Rotkäppchenland hat das Projekt über einen Förderantrag bei der EAM finanziert. Die EAM wurde von EON Mitte und Kommunen ins Leben gerufen. Sie unterstützt als gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes Projekte, die für einen wirksamen Klimaschutz in den Städten und Gemeinden der Region sorgen.

Die Kosten für alle 19 Ladesäulen belaufen sich auf insgesamt 9450 Euro. In den kommenden Wochen werden sie in Frielendorf, Gilserberg, Kirchheim, Neukirchen, Oberaula, Schwalmstadt und Willingshausen installiert. (zsr)

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