Dienstjubiläum

20 Jahre Bürgermeister in Willingshausen: Heinrich Vesper hat die Schwalm im Herzen

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Die Gemeinde fest im Blick: Seit 20 Jahren lenkt Heinrich Vesper als Bürgermeister die Geschicke Willingshausens. Für sein Dienstjubiläum wurde der 63-Jährige jetzt geehrt. 

Willingshausen. Heinrich Vesper feiert sein 20-jähriges Dienstjubiläum als Willingshäuser Bürgermeister. 

"Es gab während der vergangenen 20 Jahre keinen Moment, in dem ich den Gedanken hatte, den falschen Beruf gewählt zu haben", resümiert Heinrich Vesper – auch, wenn die Aufgaben nicht immer einfach zu bewältigen gewesen sein.

Die Schwalm trägt der 63-Jährige fest im Herzen, auch, wenn seine Wurzeln eigentlich woanders liegen. Aufgewachsen ist er nicht in Willingshausen, sondern auf dem elterlichen Hof in Lichtenfels-Neukirchen bei Korbach. In den landwirtschaftlichen Betrieb war Heinrich Vesper von klein auf aktiv involviert. "Ich habe sogar eine Ausbildung in der Landwirtschaft abgeschlossen", schildert Heinrich Vesper. Seine Interessen verschlugen ihn aber anschließend zum Wirtschaftsstudium nach Gießen. Bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister 1998 arbeitete er in der Hessischen Agrarverwaltung.

Blick ins Archiv: Heinrich Vesper 1998 im Rathaus kurz nach seiner Einführung als Bürgermeister.

Bereits in dieser Zeit hat er sich kommunalpolitisch engagiert, führte die FDP-Fraktion im Stadtparlament und saß für sie im Kreistag. "Irgendwann habe ich dann einen Anruf von Heinrich Merz bekommen, ob ich für das Bürgermeisteramt in Willingshausen kandidieren möchte", erinnert sich Vesper. Gesagt, getan – mit 43 Jahren wurde er schließlich Rathauschef. Von Beginn an bestand der Beruf für Vesper aus drei wesentlichen Säulen: Die Verwaltung, die Repräsentation und die Politik. "Man muss die Bürger überzeugen, ebenso die Politik, und man braucht ehrenamtliche Unterstützung."

In dieser Zeit lernte Heinrich Vesper auch seine spätere Ehefrau Sonja aus Großropperhausen kennen. Heute hat das Paar eine 11-jährige Tochter. Zudem brachte Sonja Vesper einen Sohn aus erster Ehe mit, der heute in Gießen lebt.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Die knapp 5000-Einwohner-Gemeinde sieht der Rathauschef für die Zukunft gut aufgestellt: "Die Infrastruktur ist auf gutem Stand, ebenso die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder." Vesper zeigt sich erleichtert darüber, dass viele Sanierungsprojekte schon vor Jahren umgesetzt wurden, da man von der damaligen Konjunktur profitierte. Heute liegen die Baukosten wegen der sehr guten Auftragslage wesentlich höher, worüber viele Kommunen klagen. Auch der Breitbandausbau sei auf gutem Niveau.

Überhaupt habe die Gemeinde viel zu bieten, was es anderswo nicht gibt. Dazu zählt Vesper die gute Verkehrslage, die Landschaft, Schwälmer Tracht und Kunst, die intakte Vereinslandschaft sowie das Radwegenetz. In Planung sei zudem ein interkommunales Gewerbegebiet an der A49. "Das alles ist natürlich nicht der Verdienst eines einzelnen, sondern entscheidend sind die Personen dahinter, die Verwaltung."

Große Bedeutung misst der Bürgermeister der Künstler-Tradition Willingshausens bei. Das Rathaus hängt voll mit Gemälden, die vor Ort entstanden sind und gleicht nahezu einer Kunsthalle.

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