Ausstellungsmöglichkeiten fehlten durch Corona

Alte Hasen und junge Hüpfer - Kreisjungtierschau in Wasenberg am Ransrain

Kaninchenschau Wasenberg: von links Louisa und Lena Schlemmer mit „Rudi“ und „Toffey“ und ihren Freundinnen Tabea, Tassia und Amalia Bock und Carla-Marie Haber.
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Kaninchenschau Wasenberg: von links Louisa und Lena Schlemmer mit „Rudi“ und „Toffey“ und ihren Freundinnen Tabea, Tassia und Amalia Bock und Carla-Marie Haber.

„Ich hatte den alten Kaninchenstall mit meinem Opa schon abgebaut und verkauft, als bei mir selbst der Wunsch nach einer eigenen Kaninchenzucht aufkam“, erzählte der 16-jährige Michel Wiegand, der jetzt erfolgreicher Jungzüchter der edlen schwarzen Rasse „Alaska“ ist.

Wasenberg – Schon sein Opa Heinrich Paulus züchtete über Jahrzehnte diese Tiere und so ist der 74-jährige dem Enkel heute ein treuer Ratgeber. Den Aktiven hat durch Corona vor allem die Ausstellungsmöglichkeiten gefehlt. Umso wichtiger war es den Wasenbergern Züchtern in diesem Jahr wieder zu einer Kreisjungtierschau der Kaninchenzuchtvereine Schwalmtal und Homberg und zu einer Allgemeinen Jungtierschau einzuladen.

Michel Wiegand – 16-jähriger Nachwuchszüchter mit schwarzem Alaska-Kaninchen.

„Das Füttern und Misten machen wir gemeinsam. Wir haben ja beide Freude daran“, sagt Michel Wiegand, der einige Spitzenjungtiere zeigen konnte und dafür auch Preise der Kreis-Jungtierschau einstreichen konnte. Auch die Zwillingsschwestern Louisa und Lena Schlemmer hatten mit ihrer Auswahl der gezeigten Tiere die Nase vorn und stellten die besten Zuchtgemeinschaft. Ihre beiden Rammler „Rudi“ und „Toffey“ waren auch bei ihren Freundinnen die Stars.

Rund 120 Jungtiere in dieser Saison

„Bei meinen Mädels haben alle Tiere Namen. Die beiden kennen alle und haben auch ihr ganz eigenes Zuchtsystem. Sie haben auch mit ihren acht Jahren schon alle Tiere im Blick“, so der Papa Sven Schlemmer, der in dieser Saison rund 120 Jungtiere verschiedener Rassen zog. „Die besten werden auch an der Bundesschau teilnehmen“, sagt die Züchterfamilie.

2019 waren Louisa und Lena bereits Deutsche Jugendmeister geworden. „Bei uns im Verein hat die Kaninchenzucht Zukunft. Leider fehlt in anderen Vereinen vielen Vereinsmitgliedern die Perspektive.“ Gerade in der Coronazeit hätten einige Züchter aufgehört, so Sven Schlemmer.

„Papa muss jetzt einen Stall bauen“

Im vergangenen Jahr gab es zwar auch eine Prämierung, doch fand diese ohne das öffentliche Begleitprogramm statt. Gerade der Sonntagmorgen lockte in diesem Jahr wieder einige junge Familien auf das Gelände am Ransrain. Staunend blickten Jung und Alt auf die vielen Kaninchenvarianten und die Kaninchenlose waren im Nu ausgegeben.

„Papa muss jetzt einen Stall bauen“, hieß es da, als sich die Kinder für ein Kaninchen entschieden hatten. „Die Kaninchenverlosung hat in Wasenberg Tradition. Es sind nicht die ersten Väter, die spontan einen Stall bauen müssen“, schmunzelten die Vereinsmitglieder, die sich über die strahlenden Kinderaugen freuten. Bei der Vereinsmeister-Wertung hatte Wasenberg Kj34 die Nase vor Ziegenhain K39 und Stadtallendorf K1. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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