Aus Liebe zur Region

Zella: 24-Stunden-Wanderung entlang der Schwalm

Haben den Fluss im Blick. Das Orga-Team der Schwalmwanderung, von links: Gerhard Wahl, Hans-Werner Ferstl, Martin Ohnesorge und Jan-Henrik Ebers.
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Haben den Fluss im Blick. Das Orga-Team der Schwalmwanderung, von links: Gerhard Wahl, Hans-Werner Ferstl, Martin Ohnesorge und Jan-Henrik Ebers.

Nach einem gelungenen Auftakt im vergangenen Jahr bieten die Wanderfreunde Zella auch 2021 wieder eine Wanderung entlang der Schwalm an.

Schwalm. Wer schon immer einmal Sport und Heimatkunde miteinander verbinden wollte, hat am 9. und 10. Juli bei der Schwalmwanderung die Gelegenheit dazu.

Die 102 Kilometer lange Strecke geht von der Quelle im Vogelsbergkreis bis zur Mündung bei Rhünda. Gerhard Wahl, Hans-Werner Ferstl, Martin Ohnesorge und Jan-Henrik Ebers bilden das vierköpfige Organisationsteam der Zellaer Wanderfreunde.

Wer nicht ganz so weit laufen möchte oder sich die 102 Kilometer konstitutionell noch nicht zutraut, kann als Einstieg auch ein 42 Kilometer langes Teilstück wandern. Man habe eine Variante der „kleinen“ Schwalm-Wanderung mit im Programm, die aufgrund des Höhenprofils auch für Anfänger geeignet sei, sagt Jan-Henrik Ebers vom Organisationsteam: „Die Teilnehmer sollten aber über eine gute Grundfitness verfügen, denn 42 Kilometer läuft man nicht unbedingt ohne vorher mal ein, zwei kleine Trainingsläufe über 20 oder 30 Kilometer gemacht zu haben.“

Zur Vorbereitung organisierten die Wanderfreunde einige Trainingsläufe, bei denen Interessierte ersten Erfahrungen sammeln konnten. „Wir sind beispielsweise an den Seibelsdörfer See, den Spießturm, nach Sebbeterode oder über den Willingshäuser Malerweg gewandert. Die Strecken waren zwischen 20 und 48 Kilometer lang“, erklärt Ebers.

Strecke muss in 24 Stunden bewältigt werden

Die Wanderung entlang der Schwalm ist nicht nur von der reinen Kilometeranzahl eine Herausforderung, auch die Zeit spielt eine wichtige Rolle.

Gefragt ist ein flotter Schritt, denn die Strecke muss in 24 Stunden bewältigt werden. „Wenn man mit viereinhalb bis sechs Kilometer in der Stunde rechnet, kommt man gut hin“, weiß Jan-Henrik Ebers.

Die Idee für die Schwalmwanderung gab es bei den Zellaer Wanderfreunden schon länger. Hans-Werner Ferstl, mit 69 Jahren der älteste Wanderfreund, habe schon immer davon gesprochen, dass er „eines Tages“ die Strecke von der Quelle bis zur Mündung ablaufen wolle, erzählt Jan-Henrik Ebers: „Aufgrund der Pandemie und der abgesagten Veranstaltungen, die von den Wanderfreunden Zella regelmäßig besucht werden, haben wir 2020 Zeit gefunden, die Idee erstmals umzusetzen.“

Die Schwalm als Fluss und Begriff der Heimat sowie die große Verbundenheit zur Region seien die treibende Kraft hinter der Aktion, sagt Ebers.

Die Wanderung sei in der Mittelgebirgslandschaft darüber hinaus auch etwas Besonderes, da man nur sehr wenige Höhenmeter zu absolvieren habe, findet der Zellaer: „Denn die Schwalm fließt ja auch nicht bergauf.“

Man lerne die Heimat bei einer solchen Wanderung noch einmal von einer anderen Seite kennen – schöne Ortschaften, Landschaften, Aussichten, die man so nie wahrgenommen habe, sagt Jan-Henrik Ebers: „Man kann schon sagen, dass wir in der Schwalm wirklich schön Leben und stolz drauf sein können.“

Kontakt: info@zellainderschwalm.de (Matthias Haass)

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