Jahrzehntelange Arbeit

Schüler der ersten Stunde stellt Werke im Kulturhaus Antreff in Willingshausen aus

Er hält der Malschule Willingshausen seit 37 Jahren die Treue: Bernd Limpert stellt bis zum 5. August im Kulturhaus Antreff eine große Bandbreite seiner Bilder aus. Foto: Regin a Dörhöfer

Willingshausen. Auf eine 37-jährige Verbundenheit zur Kunst und damit auch zu Willingshausen kann der Künstler Bernd Limpert zurückblicken. 

Der Frankfurter kommt all die Jahre zwei Wochen im Sommer zur Malschule und schuf dabei ganz unterschiedliche künstlerische Werke. Jetzt zeigt der Frankfurter einen Querschnitt seiner jahrzehntelangen Arbeit im Kulturhaus Antreff.

„Das gestaltete Ganze muss stimmig sein“, sagt die Kursleiterin der Malschule Ulrike Schulte, die Bernd Limpert auf seinem künstlerischen Weg schon viele Jahre begleitet. Die künstlerische Laufbahn des Sprachlehrers begann 1981 in der Malschule unter Marianne und Günther Heinemann.

Es entstanden naturalistische Aquarelle. Schwälmer Landschaften bei Sonnenschein und Regen, die später auch in farbenfroher expressionistischer Weise verfremdet wurden. Sodann kam auch die Technik des Zeichnens mit einem weichen B6-Bleistift hinzu und zwischendurch brach das Kreative in „Vorlesungskritzeleien“ des damaligen Jurastudenten hervor. Limpert fand über viele Jahre in der Collagenarbeit, wo er Schnipsel eigener Werke mit Ausschnitten aus Illustrierten, Farben und Lacken zusammenfügt, seine Bestimmung. Fantastische Gestalten oder träumerische Landschaften lassen sich in den mal farbenfrohen, dann aber auch düster gehaltenen Kunstwerken erkennen.

Auch die Porträtzeichnung, die manchmal karikaturhafte Züge trägt, fehlt in der Ausstellung des Künstlers, die bis Anfang August im Kulturhaus Antreff zu sehen ist, nicht. „Beim Besuch meines Lieblingsweinlokals oder bei Spaziergängen habe ich immer gern einen Block und Stifte dabei“, verrät Limpert, der oft das schnelle Zeichnen liebt und dann im Nachhinein mit etwas Abstand sein Werk kritisch ins Auge fasst, um es durch Ergänzungen in Balance zu bringen. „Es geht immer um die Balance zwischen hell und dunkel, viel und wenig und der passenden Anordnung im richtigen Format“, erklärt Ulrike Schulte.

Bernd Limpert malt für sich und sein Wohlbefinden und so suche er keineswegs den großen Auftritt im Rampenlicht oder gar die große Käuferschar. Er habe in Willingshausen mit der Nähe zur Kunst eine zweite Heimat gefunden und so freut er sich Jahr für Jahr auf ein Wiedersehen.

• Info: Die Ausstellung ist noch bis zum 5. August immer samstags zwischen 10 und 13 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.