Die Freiheit in der Kunst

Stipendiat Janosch Feiertag erlebt Willingshausen als Kontrast

Der Willingshäuser Stipendiat Janosch Feiertag arbeitet an einem Konzept für seine Ausstellung.
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Der Willingshäuser Stipendiat Janosch Feiertag arbeitet an einem Konzept für seine Ausstellung.

Jedes Jahr wird das Künstlerstipendium der Gemeinde Willingshausen an begabte junge Künstler vergeben. Der Auserwählte dieses Stipendiums darf drei Monate im Malerdorf Willingshausen verbringen. Janosch Feiertag ist der aktuelle Stipendiat.

Willingshausen. Während des Aufenthalts arbeitet der Stipendiat im Atelier und Ausstellungsraum des Gerhardt-von-Reutern-Hauses. Was ihn besonders inspiriert, hat er im Gespräch mit der HNA verraten.

Janosch Feiertag ist 34 Jahre alt, kommt aus Kassel und ist Zeichner. „Als Kind habe ich Korkmännchen gebaut, da fing das so an mit der Kunst“, erzählt er. Nach der Schule begann er eine Ausbildung im Staatstheater in Kassel als Theatermaler, später folgte ein Studium für visuelle Kommunikation und Kunst an der Kunsthochschule in Kassel. In 2017 eröffnete der Kasseler seine eigene Galerie namens „Feiertag“. Hier werden neben Ausstellung auch Workshops für Kunstinteressierte angeboten.

Seit sieben Wochen ist er nun in Willingshausen, ein großer Kontrast zur Heimat Kassel. Für ihn ist gerade das Leben und Erleben im Dorf das Reizvolle an dem Stipendium: „Das Ländliche kenne ich so gar nicht, weil ich in der Stadt aufgewachsen bin. Die Abgeschiedenheit hier ist eine Lebenserfahrung für mich.“

Stipendiat ist im Ort unterwegs

Um sich für seine Werke inspirieren zu lassen, ist Janosch viel im Ort unterwegs und spricht dort mit den Bewohnern. „Es ist mir besonders wichtig, dass diese Eindrücke in meine Arbeit einfließen“, berichtet er. „Das Leben hier erweitert meinen Horizont und es ist interessant etwas Neues kennenzulernen“, sagt er weiter.

Auf eine Kunstart möchte Feiertag sich nicht festlegen. „Ich suche mir ein Medium aus, das gerade passt. Es kommt ganz auf die Stimmung an und darauf, was man aussagen will“, beschreibt er. Weiterhin sagt er: „Das kann zum Beispiel eine Zeichnung sein, oder auch eine Rauminstallation.“

Besonders faszinierend findet er an der Kunst, „dass man fast alles machen kann, was man will und man Freiheit in der Gestaltung hat.“

Ausstellung kann besichtigt werden

Bereits im vergangenen Jahr war Janosch Feiertag Teil einer Gruppenausstellung im Kasseler Kunstverein zum Thema Wachstumskritik.

Im nächsten Jahr möchte er parallel zur documenta Kassel eine Ausstellungsreihe für verschiedene nationale und internationale Künstler in seiner Galerie ermöglichen. Die im Rahmen des Stipendiums entstandene Ausstellung von Janosch Feiertag kann vom 8. Oktober bis zum 7. November besichtigt werden. Was die Besucher hier erwartet, möchte Janosch bisher noch nicht verraten, denn er wolle den Überraschungseffekt nicht vorwegnehmen. Einen kleinen Tipp gibt es jedoch: „Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass es sich unter anderem um Fundstücke aus der Region handeln wird“, verrät er schmunzelnd. (Celine Kühn)

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