1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt
  4. Willingshausen

210 Oldtimerfreunde trafen sich in Wasenberg

Erstellt:

Kommentare

Marian und Valentin Diehl (7 und 3 Jahre) nahmen in einem historischen Unimog Platz am Steuer. Der Großonkel der Jungs ist Oldtimersammler in Ziegenhain: Matthias Pfluger brachte neun Oldtimer mit nach Wasenberg.
Marian und Valentin Diehl (7 und 3 Jahre) nahmen in einem historischen Unimog Platz am Steuer. Der Großonkel der Jungs ist Oldtimersammler in Ziegenhain: Matthias Pfluger brachte neun Oldtimer mit nach Wasenberg. © Regina Ziegeler-Dörhöfer

Das große Wiedersehen nach der langen Coronapause erfreute die Oldtimer-Liebhaber, die sich am Sonntag auf der Ransrainanlage tummelten. „Wir haben mehr Aussteller als jemals zuvor. Die Stellplätze sind alle belegt“, freute sich Ralf Schmitt, Erster Vorsitzender der Oldtimer IG Hessen.

Wasenberg - Die Bandbreite an gezeigten Schätzchen war groß. Zahlreiche Schlepper reihten sich zwischen Unimogs und Pkw und auch die Kleinkrafträder hatten ihre Ausstellungsecke.

Der gerade mal 18-jährige Paul Krex war mit einem Fendt Geräteträger aus Steina angereist und zeigte das Gefährt mit seinem grazil wirkenden Frontlader. „Diesen Frontlader kann ich allein an- und abmontieren. Er ist eine Besonderheit, da man Hackrahmen und Anbaugeräte in Sichtweite vor sich hat und sich der Schlepper durch das Drehgelenk besonders wendig steuern lässt“, so Krex. Er selbst fahre den Schlepper, der zum Betrieb seiner Großeltern zählte, seit dem Grundschulalter. „Ich liebe diesen Schlepper und bin stolz darauf, dass er bis heute in der Landwirtschaft im Einsatz ist“, so der 18-jährige.

Paul Krex aus Steina war mit einem Fendt Geräteträger auf der Ransrainanlage. Der Schlepper ist noch immer im Einsatz.
Paul Krex aus Steina war mit einem Fendt Geräteträger auf der Ransrainanlage. Der Schlepper ist noch immer im Einsatz. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Mit dem Oldtimer beim Wohnungsumzug

Auch Maximilian Gründ hat das Oldtimer-Fieber schon in jungen Jahren gepackt. Er fährt einen Riley, Baujahr 1939 aus London. „Ich habe einst mein modernes Auto verkauft, um diesen Wagen zu finanzieren. Dann habe ich den Riley gar im Alltag gefahren und sogar einen Umzug absolviert“, so der Rommershäuser, der seinen Riley keinesfalls in eine fremde Werkstatt geben würde. „Ich repariere und pflege grundsätzlich alles selbst“, so Gründ.

Gut besucht: 210 Aussteller kamen am Sonntag nach Wasenberg zum Oldtimertreffen der Oldtimer IG Hessen. Zahlreiche Schlepper reihten sich zwischen Unimogs und PKW’s und auch die Kleinkrafträder hatten ihre Ausstellungsecke. Nach Angaben der Veranstalter besuchten über 1000 Zuschauer die Ausstellung.
Gut besucht: 210 Aussteller kamen am Sonntag nach Wasenberg zum Oldtimertreffen der Oldtimer IG Hessen. Zahlreiche Schlepper reihten sich zwischen Unimogs und PKW’s und auch die Kleinkrafträder hatten ihre Ausstellungsecke. Nach Angaben der Veranstalter besuchten über 1000 Zuschauer die Ausstellung. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Die gleiche Einstellung hat auch Jens Groß. Groß war mit einem Mercedes Benz/8 Baujahr 1971 vorgefahren. Das edle Gefährt hat trotz seiner 50 Jahre nur 82 000 Kilometer auf dem Tacho und konnte vom Allendörfer vor zwei Jahren übernommen werden, nachdem sein betagter Besitzer verstorben war. „Jetzt konnte der Benz zumindest im Dorf bleiben“, so der junge Tüftler, der zunächst unzählige Standschäden aufzuarbeiten hatte. „Hinten getankt, vorne lief es raus. Bremsen waren fest. Er lief nicht“, so das Resümee Oldtimerfreundes, der mit viel Liebe und Hingabe die Rarität aber wieder zum Laufen gebracht hat. Der Ziegenhainer Oldtimersammler Matthias Pfluger stellte gleich neun Wagen seiner Oldtimersammlung aus. Darunter auch ein Unimog, in dem die beiden Großneffen Marian und Valentin Diehl gerne einmal Probe saßen.

Unimogs aus Dillich

Mit dem Unimog waren auch Johanna und Kai Flecke angereist. „Papa nutzt den Unimog im Wald“, erklärte die stolze Achtjährige. Familie Flecke hatte noch Kollegen der Unimogfreunde Dillich zum Treffen mitgebracht. „In Dillich ist die Dichte an Unimogs besonders hoch. Wir haben inzwischen acht Stück im Dorf“, so Kai Flecke.

„Die Freude über ein erstes Treffen ist einfach wahnsinnig groß. Endlich geht es wieder los und wir können unsere Dieselgespräche auch wieder im größeren Rahmen führen“, so Ralf Schmitt. Die IG-Mitglieder freuten sich, selbst schon bald wieder zu angekündigten Treffen der Region fahren zu können, um auf Gleichgesinnte zutreffen. „Das Leben in den Fahrerlagern ist immer was Besonderes“, schwärmt der Vorsitzende. Der IG Oldtimer gehörten 96 Mitglieder an und das älteste Gefährt, ein Hochrad, sei über 100 Jahre alt. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

Auch interessant

Kommentare