Andreas Bantzer starb im Alter von 88 Jahren

Enkel des Malers Carl Bantzer ist tot

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Verdienste um die Malerkolonie: Andreas Bantzer, der Enkel Carl Bantzers, ist tot.

Willingshausen. Der langjährige Vorsitzende der Vereinigung Malerstübchen und Ehrenbürger Willingshausens, Andreas Bantzer, ist tot. Der Enkel Carl Bantzers starb am 13. Juni in seinem Heimatort Ahnatal.

Der 88-Jährige „starb alt und lebenssatt nach einem erfüllten Leben und langen Jahren des Abschieds“, schreibt seine Familie.

Von 1972 bis 1994 stand Andreas Bantzer der Vereinigung Malerstübchen vor. Als bescheidenen Menschen, dem das Malerstübchen in Willingshausen sehr am Herzen lag, beschreibt ihn sein Nachfolger Helmut Geißel: „Er war ein feiner Mensch.“

Unter Bantzers Regie sei der Umzug des Museums Malerstübchen von der ehemaligen Schule in das Gerhardt-von-Reutern-Haus vonstatten gegangen, die ersten Ausstellungen dort folgten schnell. Auf seine Initiative entstand begleitend zu den Ausstellungen die Serie der Willingshäuser Hefte. Auch wenn Andreas Bantzer laut Geißel seinen berühmten Namen sehr zurücknahm, war er ein Kenner der Werke seines Großvaters. „Ist doch Familientradition“, hatte er einmal gegenüber der HNA seine Liebe zu den Gemälden seines Vorfahren begründet. Kaum einer hierzulande, der dessen Schwälmer Tanz nicht kennt und das Abendmahl: Der Name Carl Bantzers fehlt in keinem Text, der sich mit der Malerkolonie befasst.

Eine unschätzbare Quelle für Nachforschungen habe Andreas Bantzer in diesem Zusammenhang hinterlassen, meint Geißel. Denn einen ausnehmend authentischen und berührenden Eindruck von der Künstlerpersönlichkeit seines Großvaters vermittelte Andreas Bantzer in seinem Buch „Carl Bantzer - Ein Leben in Briefen“ - ein Sittengemälde, kunstgeschichtliches Brevier und Biographie in einem.

Um Andreas Bantzer trauern seine Frau, Kinder und Enkelkinder. Er wurde bereits in aller Stille in Kassel beigesetzt.

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